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  • 08.01.2008

Reaktionen der Aminosäuren

Es gibt drei wichtige Reaktionen, die Aminosäuren im Stoffwechsel eingehen können:

 

Transaminierung

Die Transaminierung steht im Zentrum des gesamten Aminosäure- Stoffwechsels . Das Prinzip dabei ist folgendes: Die Amino-Gruppe einer Aminosäure, die man gerade nicht benötigt, wird auf eine Ketosäure übertragen. Aus der entsteht dadurch eine Aminosäure, die gebraucht wird; die ehemalige Aminosäure wird entsprechend zu einer Ketosäure.

Reaktionspartner der Aminosäure ist dabei vor allem α- Ketoglutarat , das nach der Transaminierung zu Glutamat wird. Die beteiligten Enzyme werden als Amino-Transferasen (früher: Transaminasen) bezeichnet.

Desaminierung

Bei dieser Reaktion entsteht aus einer Aminosäure eine α-Ketosäure – ohne dass jemand die anfallende Amino-Gruppe übernimmt. So entsteht freies Ammoniak (=NH3), das sehr zelltoxisch ist und daher schnell entsorgt werden muss. Da hierzu nur die Leber in großem Umfang in der Lage ist (im Rahmen des Harnstoffzyklus), verwundert es auch nicht, dass diese Reaktion vor allem dort anzutreffen ist.

Die für die Desaminierung zuständigen Enzyme heißen übrigens Dehydrogenasen.

Decarboxylierung

In menschlichen Zellen gibt es eine Reihe von Enzymen mit dem Namen L-Aminosäure-Decarboxylase. Sie sind in der Lage, von einer Aminosäure CO2 abzuspalten.

Das Produkt sind primäre Amine , von denen viele als biogene Amine bezeichnet werden, da sie physiologisch sehr wirksam sind (z. Bsp. Histamin).

aus: Horn et al. "Biochemie des Menschen"

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