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  • Lernhilfe
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  • Thomas Krimmer
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  • 08.01.2008

Eigenschaften der Aminosäuren

Aufgrund des Ampholytcharakters der Aminosäuren ergeben sich einige interessante Eigenschaften:

Jede Aminosäure enthält mindestens zwei verschiedene ionisierbare Gruppen: die Carboxyl-Gruppe und die Amino-Gruppe.

Ionisierbar heißt, dass sie – je nach Umgebungs-pH – entweder protoniert oder unprotoniert vorliegen können.

Aus dieser Tatsache ergibt sich, dass eine Aminosäure entweder

pK-Wert

Jede ionisierbare Gruppe hat das Bestreben, Protonen abzugeben oder aufzunehmen. Ein Maß für dieses Bestreben ist die Säure- oder Basenstärke, angegeben als pKS- und pKB-Wert. J

ede Amino- und jede Carboxyl-Gruppe einer Aminosäure hat also ihren eigenen pK-Wert. Daher hat jede Aminosäure mindestens zwei pK-Werte (saure und basische Aminosäuren haben sogar drei).

Der pK-Wert ist der pH-Wert, bei dem eine funktionelle Gruppe (hier: die Amino- oder Carboxyl-Gruppe) einer Aminosäure bei der einen Hälfte der Moleküle in protonierter, bei der anderen Hälfte in deprotonierter Form vorliegt. Hier hat eine Aminosäure ihre größte Pufferkapazität.

Der isoelektrische Punkt

Alle Aminosäuren besitzen einen isoelektrischen Punkt (IP, gr. iso = gleich).

Der IP ist der pH-Wert, bei dem sich die intramolekularen Ladungen einer Aminosäure ausgleichen, also genauso viele positive (Amino-Gruppen) wie negative Ladungen (Carboxyl-Gruppen) vorhanden sind. Die Aminosäure erscheint daher bei diesem pH-Wert nach außen hin neutral, obwohl sie mit mindestens zwei intramolekularen Ladungen als Zwitterion vorliegt.

Bestimmung des isoelektrischen Punktes

Je nachdem, wie viele ionisierbare Gruppen in der Aminosäure vorhanden sind, kann der IP auf unterschiedliche Art und Weise aus den pK-Werten errechnet werden:

aus: Horn et al. "Biochemie des Menschen"

 

 

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