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  • Anne Hartmann
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  • 25.01.2021

Ist das Medizinstudium das richtige für mich?

„Also ich wollte eigentlich schon immer Ärztin werden.“ – Diesen Satz hört man oft, wenn man Studierende fragt, wieso sie sich für die Medizin entschieden haben. Doch nicht jedem ist es vergönnt, sich seit Kindheitstagen über den eigenen Traumberuf im Klaren zu sein. Bei über 10.000 Studiengängen den richtigen zu finden, ist kompliziert. Wie finde ich heraus, ob ein Medizinstudium das richtige für mich ist?

 

Eine erste, grundsätzliche Orientierungshilfe bieten Studieninteressenstests, wie sie beispielsweise von den Arbeitsagenturen oder auch online von ZEIT Campus angeboten werden. Wer es persönlicher mag, kann auch ein Beratungsgespräch bei der allgemeinen Studienberatung der Universitäten oder der Agentur für Arbeit in Anspruch nehmen.

Wenn dann klar ist, dass Medizin zu den Favoriten zählt, kann es der Orientierung dienen, sich mit den Inhalten, die im Studium behandelt werden, auseinander zu setzen. Bei Medizin ist es natürlich hilfreich, wenn du dich schon in der Schule für die Naturwissenschaften begeistern konntest, da Medizin nun mal in erster Linie genau das ist – eine Naturwissenschaft. Allerdings wäre es zu kurz gefasst, das Studium nur auf naturwissenschaftliche Inhalte zu reduzieren, schließlich steht in der ärztlichen Praxis später einmal der Umgang mit Patientinnen und Patienten im Vordergrund, soziale und ethische Aspekte spielen hier eine wichtige Rolle. Lese Fachliteratur, besuche einen Studienorientierungstag oder einen Einführungskurs einer Universität und schaue, ob du ein tiefergehendes Interessse spürst.

Besonders praktische Erfahrungen vermitteln ein klares Bild vom späteren Berufsalltag. Auch für Schüler ist es möglich, in den Ferien freiwillige Praktika in Krankenhäusern oder Arztpraxen zu absolvieren. Es lohnt sich, einfach mal in der Personalabteilung nachzufragen, auch wenn Praktikumsstellen nicht explizit ausgeschrieben sind. Wen es eher in die Forschung zieht, der sollte vielleicht ein Praktikum an einer Universität in Betracht ziehen.

Nicht nur das Studienfach, auch die Universität oder Fachhochschule sollte mit Bedacht gewählt werden! Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zum Beispiel bietet Studieninteressierten neben Beratungsgesprächen mit öffentlichen Stellen auch die Möglichkeit, mit Studienbotschafterinnen und Studienbotschaftern in Kontakt zu treten. Im persönlichen Gespräch kann man Ängste und Sorgen ansprechen und erhält ein vielleicht aufschlussreicheres Bild über Studienorganisation, Lehrveranstaltungen und Dozenten der Universität. Zudem gibt ein Blog, der von den Studienbotschaftern geführt wird, Einblicke in das studentische Leben an der MLU und liefert fachspezifische Erfahrungsberichte.

Übrigens: In Halle können Medizin-Interessierte sich nicht nur für Human- und Zahnmedizin einschreiben, sondern auch für den Bachlor-Studiengang „Evidenzbasierte Pflege“ (B.Sc.), den Master of Sciene „Gesundheits- und Pflegewissenschaften“ sowie den Promotionsstudiengang „Partizipation als Ziel von Pflege und Therapie“.

Es bleibt noch, deiner Wunschuni einen Besuch abzustatten! Vor Ort kannst du doch am besten feststellen, ob du dich wohlfühlen wirst.

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