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Fach Chirurgie
Prüfer Prof. Dr. Felix Bonnaire
Universität Dresden
Datum 01.06.2013

Hammerexamen Chirurgie

Welche Themen wurden abgefragt?

Tag 1

  1. Röntgenbild des Patienten befunden, Klassifikation (AO) (prox. Humerusfraktur), Schulteruntersuchung zeigen, Neutral-0 Methode (erklären und zeigen), Wunde beschreiben, operativen Zugangsweg benennen bei proximalen Humerusfrakturen, DMS-Prüfung, zu welchen Nervenverletzungen kann es bei einer proximalen Humerusfraktur kommen, sensible Innervation N. axillaris zeigen, zu welchen Verletzungen kann es bei Humerusfrakuren im Allgemeinen kommen, pAVK.
  2. Knieuntersuchung, Wundheilungsstörungen, chronische Osteomyelitis, Polytraumadefinition
  3. Prof. Bonnaire wollte, dass ich das Supinations-Eversions-Trauma erkläre und die Fuß-Stellung vorführe. Anschließend sollte ich klinische und laborchemische Zeichen einer Wundinfektion erklären, sowie Gründe und Risikofaktoren für eine verspätete Wundinfektion nennen. Wie verläuft die Therapie einer Wundinfektion(VAC-Anlage, Anstriche, Debridement, Antibiose…). Weiterhin musste ich die Schulter untersuchen (Rotatorenmanschette usw.).
  4. Neutralnullmethode mit Normalwerten, komplette Untersuchung des Armes (DMS), Osteoporose (Formen), wann welche Frakturversorgung (abhängig vom Alter, Arthrose, etc.)

Tag 2

  1. Polytraumaversorgung: In welcher Reihenfolge werden verschiedene Verletzungen behandelt? Erstversorgung von Frakturen mit Fix. Externa, Beckenzwinge, was macht die Beckenzwinge, in welchem Bereich entstehen die häufigsten Aortenverletzungen, wann definitive Versorgung der Frakturen, was muss man dann auf ITS beachten, Sepsis noch kurz angeschnitten.
  2. Polytraumamanagement
  3. Fall: Junge Patientin mit Bauchschmerzen – was mache ich, klinische Zeichen Appendizitis (hat auch nach Histologie der Appendizitis gefragt, war aber nicht schlimm das ich es nicht wusste), weiterer Fall Polytrauma – Unfall auf Schulweg (Besonderheiten BG, Reha vor Rente), warum Reha, Posttraumatische Belastungstörung (was ist das, wie äußert es sich, was kann man tun).
  4. Prof. Bonnaire hat mich Besonderheiten kindlicher Frakturen abgefragt (nicht geschlossene Epiphysen-Fuge, Wachstum etc.), Aikten-/Salter-Klassifikation. Besonderheit des Osteosynthese Materials. Danach Wachstums- und Korrekturpotential der Epiphysenfuge des Humerus(80% prox. und 20% distal), Klassifikation supracondylärer Humerusfrakturen. Nervenirritationen bei unterschiedlichem Wachstum von Radius/Ulnar. Insgesamt sehr detailreich gefragt. Also entweder man liest sich vier Tage in Kindertraumatologie ein, oder man hofft, dass man dieses Thema nicht gefragt wird.

Dein Fazit

Es war eine sehr angenehme Prüfungssituation. Der Prüfer war außerordentlich freundlich und hat immer weiter geholfen. Wichtig ist es, strukturiert zu antworten und nicht zu schwierig zu denken. Darauf legt er sehr viel Wert. Mit einer guten Untersuchung am ersten Tag, kann man schon sehr viel gut machen.