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  • Bericht
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  • Janine Hansmann
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  • 08.05.2013

Der Medizinertest - mal von der anderen Seite

Der diesjährige Medizinertest fand am 04.05.2013 statt. Janine konnte sich nur zu gut an DEN Samstag im Mai 2009 erinnern, an dem sie sich selbst als Teilnehmerin das Hirn zermarterte und über den vielen Denk- und Konzentrationsaufgaben brütete. Daher war es umso spannender für sie, mal einen kleinen Blick hinter die Kulissen zu werfen.

Per Mail bekamen alle Studenten der Ulmer Uni die Möglichkeit, sich als Testaufsicht zu bewerben. Und obwohl meine beste Freundin und ich das umgehend erledigten, reichte es zunächst nur für die Warteliste. Per Post erhielten wir Verträge, die wir aufgefüllt zurückschickten. Drei Wochen später folgten dann doch noch die festen Zusagen im Testzentrum Heidenheim.

Eins nach dem anderen

Eine Fahrgemeinschaft war auch schnell organisiert und so starteten vier hochmotivierte Medizinerinnen am Samstagmorgen um 6.10 Uhr in Richtung Brenz. Am Abend zuvor hatten wir uns das Onlinevideo und die 16-seitige Informationsbroschüre durchgelesen, in der sehr detailliert unsere Aufgaben beschrieben wurden. Das war auch gut so, denn vor Ort ging es direkt los und Zeit für große Erklärungen schien nicht zu sein.Um 7.00 Uhr bekam jede von den acht Aufsichten ihren Sektor mit maximal 40 Teilnehmen zugeteilt. Innerhalb der Sektoren kennzeichneten wir jeden Tisch mit dem zugehörigen Buchstaben von A - H. Ab 8.00 Uhr trudelten die Teilnehmer ein, für deren Registrierung und Einweisung wir ebenfalls zuständig waren. Bändchen und Stempel wurden verteilt, Geburtsdaten verglichen und die Plastiktüten auf verbotene Inhalte wie z.B. auch Bleistifte und Kugelschreiber kontrolliert. Amüsant waren die vielen unterschiedlichen "suvival kits" der Teilnehmer. Während sich der eine mit einem kleinen Fläschchen Wasser begnügte, reisten die meisten mit Unmengen von Essen und Getränken an. Besonders beliebt schien riesige Tüten Studentenfutter, tafelweise Schokolade, vorzugsweise Voll-Nuss und Bananen - teilweise fast schon in Stauden - , zu sein.Um 10.00 Uhr ging es los und in den folgenden drei Stunden bestand unsere Aufgabe darin, durch den Sektor zu patrouillieren. Besonders beachten sollten wir unerlaubtes Vor- oder Zurückblättern in den Testheften und das Abmelden der Teilnehmer bei einem Gang zur Toilette. Da wir bereits seit 5 Uhr wach waren, zog sich der Vormittag als Aufsicht mehr hin, als ich erwartet hatte. Da schien es mir schwer vorstellbar, dass die Zeit als Teilnehmer einst im Flug verging! Die willkommene Mittagspause nutzten wir, um zum gefühlt tausendsten Mal die Testhefte zu zählen. Dann wurden auch wir mit Brötchen versorgt. Der Nachmittagsteil, der um 14.00 Uhr begann, verlief dann wesentlich schneller und mit der letzten Statistikaufgabe war die Erleichterung aller zu spüren. Während wir erneut zählten, hallte in der Halle fröhlich-aufgeregtes Geplapper wieder.

Warum Aufsicht?

Lukrativ war natürlich die Bezahlung. Vier Wochen später wurde unser Konto um 115€ schwerer, was natürlich für einen Nebenverdienst, wie man ihn sonst nicht hat, nicht zu verachten ist. Natürlich war es auch witzig, mit einer Freundin zusammenzuarbeiten und nebenbei noch neue Leute kennenzulernen. Das Team war harmonisch und auch die Testaufsichten freundlich.Zu guter Letzt: Wasser, Kaffee und Kekse standen stets zu unserer freien Verfügung.

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