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  • Friederike-Marie Hagenbucher
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  • 21.09.2023

Teddyklinik Ulm 2023

Bei der Teddyklinik mitzumachen war schon vor dem Studium ein Wunsch auf Friederikes Bucketlist. Dieser ging direkt im zweiten Semester in Erfüllung. Was die Teddyklinik ist, wie sie dieses Jahr ablief und wie auch du Teil der Teddyklink sein kannst, zeigt dir Friederike im Artikel.

 

Teddybär-Krankenhäuser gibt es bereits in fast allen medizinischen Fakultäten in Deutschland und sie gehören zu einem ehrenamtlichen Projekt der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland, kurz BVMD. Die Teddyklinik in Ulm ist Teil dieses Projekts und ist eine Initiative von Medizinstudierenden der Fachschaft Medizin der Universität Ulm. Ziel ist es, Kindern die Angst vor Ärztinnen/Ärzten und medizinischen Untersuchungen zu nehmen, indem sie spielerisch ihre Kuscheltiere versorgen.

Ich selbst habe mich direkt im ersten Semester mit der Fachschaft in Verbindung gesetzt und mich dazu entschieden, nicht nur am Aktionstag mitzuhelfen, sondern auch dem Organisationsteam beizutreten.
Im Nachhinein war das die beste Entscheidung, weil ich so nicht nur Teil der Teddyklinik bin, sondern auch neue Freunde dazugewonnen habe. 

Die Teddyklinik in Ulm fand dieses Jahr am 23.05. und 24.05.2023 im Bürgerzentrum Eselsberg statt. Als Teil des Orga-Teams haben wir dafür bereits im Februar begonnen, eine Lokation zu suchen, Kindergärten zu informieren, einen RTW zu organisieren, Materialien zu beschaffen und Werbung für die Teddyklinik zu machen. Unser Orga-Team besteht aus ca. zehn Studierenden und für die Aktionstage hatten wir im Voraus viele weitere interessierte Medizinstudierende für mehrere Schichten in der Teddyklinik eingeteilt und geschult. 

Gemeinsam haben wir am Nachmittag vor dem Start der Teddyklinik den großen Saal im Bürgerzentrum in eine riesige Stofftier-Klinik verwandelt. Am Dienstagmorgen ging es dann los, die ersten Kinder aus einem Ulmer Kindergarten trudelten in den Empfangsbereich der Teddyklinik ein.

 

 

Wie bei einem echten Arztbesuch haben sich die Kinder aka Teddy-Eltern am Empfang mit ihren Kuscheltieren angemeldet und wurden mit einem kleinen Stofftütchen ausgestattet. Im Wartebereich wurden die Teddy-Eltern dann von den Klinikclowns empfangen und durften eine spektakuläre Show genießen. 


 


Gemeinsam mit einem Teddy-Doc konnten die Kinder dann alle Untersuchungsstationen durchlaufen. Es wurden Anamnesegespräche geführt, Teddyherzen auskultiert, EKGs geschrieben, Röntgenbilder erstellt, Blutgruppen bestimmt, Urinproben genommen und vieles mehr.

 

 

Natürlich wurde im OP-Bereich auch fleißig operiert. Wir hatten jede menge glitzernde Einhörner, Hunde, Teddys, Hasen, Tiger, etc. die alle im OP mit Narkose und Verband versorgt werden mussten. Mit der richtigen Medikation, Smarticillin, Bonbonin oder Gummibärin, konnten die Teddyeltern dann mit Kuscheltier die Klinik wieder verlassen.



Zum Ende des Teddyklinik Besuchs hatten alle Kinder noch die Möglichkeit, den Rettungswagen zu erkunden. 

Insgesamt haben wir an beiden Tagen ca. 600 Stofftiere verarztet und hatten dabei fleißige Unterstützung von den Klinikclowns, dem Mobilden Pflegedienst Mukki und einer  Rettungssanitäterin inklusive RTW, die alle mit viel Begeisterung zum Gelingen beigetragen haben.

Ich hoffe, der kleine Einblick in die Teddyklink hat dir gefallen. Ich freue mich jedenfalls schon auf die nächte Teddyklinik 2024!
 

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