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  • Romeo Riecker
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  • 18.04.2016

Do's and Don'ts im ersten Semester

Romeo erklärt dir, was du als Ersti unbedingt mitnehmen solltest und wovon du besser die Finger lässt.

© patpitchaya-Fotolia.com

Do's

Feierei

Betty Elms

Viel gibt es nicht zu sagen: Wer eine Großraumdisko erwartet, wird enttäuscht sein. Hier geht der hin, der nicht immer nur die von David Guetta & Co. durch den Housefleischwolf gedrückte Spotify Top 40 Liste hören will. Stattdessen kann man bei „Electro“ und sonstiger „Duff-Duff-music“ die Nächte durchtanzen.

Frau Berger

Eher in die Mainstreamrichtung ausgelegte HipHop/RnB Playlist, aber in stimmiger Mischung und Atmosphäre - hier sollte man mit der Druckbetankung allerdings warten, bis man am Türsteher des kleinen Clubs am Ehinger Tor vorbei ist.

Theatro

Uni- und Examenspartys kann man sich hier schon gönnen, ansonsten dominiert in dem Möchtegern-Schicki-Micki-Club der oben erwähnte Housefleischwolf. Überschminkte und parfümierte Damen und Herren trifft man zwar überall, aber hier sind sie schon überproportional vertreten.

Uni-Stuff

Die Seite, deren Namen nicht genannt werden darf

Im Internet schreibt niemand mit Bleistift, also frag deine ESE-Tutoren oder ältere Semester, die wissen Bescheid ;-)

ESE-Hütte


Ein „Kennenlern-Wochenende“ auf einer Hütte am Nates der Welt. Du musst dabei gewesen – und (aus naheliegenden Gründen) mindestens 18 sein. Vergiss nicht, dich rechtzeitig anzumelden! Die Plätze sind immer schnell belegt.

Backe Backe Kuchen!

Zu den alljährlichen mündlichen Präparierprüfungen der Drittemestler gibt es in Ulm die schöne Tradition, dass die aktuellen Erstis (also du) Kuchen und Dosenbier stellen und dafür die Prüfungsinhalte dokumentiert bekommen. Es wäre wirklich ein Armutszeugnis, wenn 320 Studenten sowas nicht auf die Reihe kriegen und doch rennen die Semestersprecher regelmäßig Kuchen- und Geldspenden hinterher. Also kram Omas Lieblingsrezept aus oder spende einfach nen Taler mehr. Schließlich hast du auch was davon.

Pack die Ed Hardy Shirts aus - es ist Uniparty!

Im 1. Semester heißt es Feiergelegenheiten mitnehmen was geht. Bei den (meist) Bad-Taste-Unipartys hat man eigentlich immer eine gute Nacht. Der Vorverkauf an der Uni lohnt sich - so bleibt mehr Zeit zum Vorglühen, denn bis du dich an die Shot/Bier-Bar vorgekämpft hast, sind die nächsten fünf guten Lieder schon wieder vorbei. Also die modischen Ausrutscher im Kleiderschrank mutig kombinieren und ab in die Uni!

Demonstrieren kann man nicht nur auf der Straße

Die Anatomiedemonstrationen sind ein tolles Angebot der Uni Ulm an dich als Ersti. An zwei Terminen kannst du unter Anleitung von älteren Semestern erste Eindrücke vom Präparierkurs sammeln. Das Angebot ist freiwillig und lohnt sich sehr!

Timing ist vieles, aber nicht alles

Egal wann du anfängst zu lernen: Die letzte Woche ist immer stressig. Nur ein Wochenende vor der Biologieklausur anzufangen, macht dann wirklich gar keinen Spaß mehr - hör dich am besten einfach mal bei älteren Semestern um, wie die das so angestellt haben. Generell gilt aber: Lass dich nicht verrückt machen und trink lieber mal ein Bierchen oder ne Limo mit deinen Kommilitonen als dich schon ganz zu Anfang hinter Büchern zu verschanzen.

Kultur

Roxy - mehr als nur eine Snowboardmarke

Man nehme ein ehemaliges Fabrikgebäude, renoviere es und mische ein anständiges Musik-Line-up mit allerhand Kulturveranstaltungen - fertig ist das Roxy. Für die Hansi Hinterseer Jubiläums-Tournee musst du leider in die Ratiopharm-Arena. Abgesehen davon kannst du im Roxy gerne mal einen Abend bei Poetry Slam, Kool Savas oder Boy verbringen. So ganz ohne Gelage im Trödler? Ja - klingt komisch, geht aber ;-)

Apps

Hol dir dein Jodeldiplom - da hast du was eigenes

Na, wer hat’s verstanden? Google doch mal ;-)
Was gibt es besseres als sich in einer langweiligen Vorlesung über die neuesten Herausforderungen des Alltags an den Medizinstudenten zu beklagen, optische oder didaktische Mängel von Professoren zu bemängeln und sich zu informieren, was den Kommilitonen so im Hirn rumspukt? Wer lernen will, ob man Fertigpizza nun in kochendem oder kaltem Wasser zubereitet, sich fragt ob es nun „pink“ oder „gesättigtes Rosa“ heißt und sich über die Fahrstile der örtlichen Busfahrer lustig machen will, hat mit „Jodel“ die App der Wahl zur Hand. Ond koschda duad’s au nonz - für iPhone und Android koschtenlos ;-)

DING

Die Ulmer Nahverkehrsapp mit allem was dazugehört - für alle Betriebssysteme kostenlos.


Mensa-App

Ein weiteres probates Mittel, die letzten 15 Minuten einer hochspannenden Vorlesung totzuschlagen ist die Frage, was es nun zu Mittag gibt. Aufschluss über das Menü der Mensa gibt diese App - einfach mal googeln.

Don’ts

Meyer’s

Der münsternahe Möchtegern-Schicki-Micki Club überzeugt leider durch nichts außer seiner Lage. Auch wenn hier ab und an der rote Teppich ausgerollt wird, ist die Kundschaft keineswegs königlich. Pacco Rabban sei Dank riecht man sie 50 Meter gegen den Wind. Die Musik ist die bereits erwähnte Spotify Top 40, es läuft auch gerne dreimal das gleiche Lied an einem Abend. Trotz relativ großer Fläche hat man hier in Sachen Raumaufteilung geschlafen und es wird schrecklich eng, sobald mehr als zwei Personen die Treppe zur Tanzfläche betreten. Hier steigen die Chancen auf Pöbeleien zu fortgeschrittener Stunde übrigens exponentiell.

Don’t be stupid

Eigentlich besagt es schon der normale Menschenverstand: Egal woher du Altklausuren hast - geh damit nicht zum Prof! Trotzdem kommt es immer wieder vor und - wer hätte es gedacht - die Klausur wird wesentlich schwerer. Don’t be stupid!

Don’t be that guy

Jeder definiert Genuss am Studium anders. Sich schon in der ersten Woche in seiner Bude einzuschließen und unter Lehrbüchern zu begraben hat wenig damit zu tun. Gerade in den ersten Wochen hast du wirklich Zeit, dich mit Ulm bekannt zu machen, Spaß zu haben und feiern zu gehen - also nutze sie auch.

Die falschen Lehrbücher zu früh kaufen

Auch wenn die örtliche ein gut sortiertes Angebot an Lehrbüchern und Geschenken zum Studienbeginn hat, lohnt es sich, erst einmal rauszufinden mit welchen Büchern du am besten lernen kannst und welche du überhaupt brauchst. Bei letzterem sind Einschätzungen älterer Semester hilfreich, aber die Entscheidung liegt bei dir! Für den Geldbeutel schonend ist auch der angebotene Bücherbasar, auf dem ältere Semester ihre gebrauchten Lehrbücher für einen niedrigeren Preis als im Fachhandel anbieten.

IKEA Samstag vormittags

Du kannst Glück haben, aber meistens geht man hier gestresster wieder raus als einem lieb ist. IKEA ist zwar nie leer, aber Samstag vormittags macht es wirklich keinen Spaß!

 

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