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  • Celine Röder
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  • 20.05.2021

Münchner Bibliotheken-Guide

In München gibt es zahlreiche Bibliotheken. Aber welche ist die beste zum Lernen? Welche ist modern und schön? Und wo gibt's das beste Essen ums Eck?

 

In München hat man die Qual der Wahl, nicht nur eine, sondern gleich zwei große Universitäten sind in der Stadt beherbergt und dementsprechend gibt es Bibliotheken in Hülle und Fülle.


Trotz allem scheint es manchmal schwierig, den richtigen Lernort zu finden – das viel größere Problem ist allerdings, dort tatsächlich auch einen Platz zu bekommen.


Dieser Bib-Guide soll zumindest einen kleinen Einblick in die Welt der Münchner Bibliotheken geben und euch mit ein paar Tipps helfen, dass die nächste Prüfung gut läuft, selbst wenn gerade eine Baustelle neben deiner Wohnung ist oder dein Mitbewohner die Liebe zu lauter Techno-Musik entdeckt hat.


Allgemeine Tipps und Tricks:

 


Die Medizinische Lesehalle: Goethestraße


In der Medizinischen Lesehalle, wie sollte es auch anders sein, tummeln sich eigentlich nur Mediziner. Von Vorteil ist klar der kurze Weg von der Anatomischen Anstalt sowie den Kliniken der Innenstadt und dass dort alle Bücher, die das Medizinerherz begehrt, vorhanden sind. Leider gibt es nur einen Kaffee- und Snackautomaten, Essensmöglichkeiten gibt es aber dennoch um die Ecke, beispielsweise in der Zahnimensa (nur unter der Woche) oder verschiedenen Döner- und Falafelgeschäften in Richtung Bahnhof.


Bibliothek für Biologie und Chemie in Großhadern


Für die meisten Mediziner spielt sich ein Großteil der Vorklinik am BMC – dem Biomedical Center in Großhadern-Martinsried ab. Um so besser, dass es dort eine eigene Bibliothek gibt. Ein großes Plus ist definitiv das umliegende Gelände, wo man sich richtig in der Natur fühlt, wenn man mal eine Pause macht. Außerdem kommt man zumindest ein bisschen aus der Medizinerblase heraus und kann Studierende der Chemie und Biologie kennenlernen.


StaBi - Bayerische Staatsbibliothek


Das Motto in der StaBi ist definitiv „Sehen und gesehen werden“. Der Gang nach vorne gleicht einem Catwalk. Das Klischee der gut gekleideten (und vielleicht auch arroganten) Münchner wird in keiner anderen Bib so gut bedient wie hier. Wer sich daran nicht stört und auch am Wochenende bis spät in die Nacht lernen möchte, ist hier definitiv an der richtigen Adresse. Aufpassen sollte man jedoch vor der äußerst strengen Einlasskontrolle und den Aufsehern. Man munkelt, dass Personen mit einer Zitronenscheibe in der Wasserflasche schon genau so abgelehnt worden sind, wie Studierende mit einer durchsichtigen Laptophülle (man könnte ja ein Buch darin rausschmuggeln).


Philologicum


Das Philologicum ist die neueste Bibliothek der LMU und direkt um die Ecke vom Hauptgebäude gelegen. Die Atmosphäre ist sehr entspannt, was vielleicht auch an den vielen Holzvertäfelungen liegt – hier lässt es sich definitiv gut lernen! Genau deswegen ist es teilweise sehr schwierig, einen Platz zu bekommen und am Wochenende ist der Eingangsbereich mindestens genau so voll wie die U6, wenn der FC Bayern spielt. Hier lohnt es sich schon sehr früh da zu sein.


Jurabibliothek


Die Jurabibliothek erinnert teilweise an Hogwarts mit den hohen Wänden und den vielen Bücherregalen. Sich hier zurechtzufinden ist wahrscheinlich eine ebenso große Herausforderungen. Man sollte definitiv jemanden haben, der einem den Weg zeigt, damit man am Ende nicht nur rein, sondern auch wieder rausfindet. Deshalb sind hier wahrscheinlich auch fast nur Jurastudenten, was aber eine ganz nette Abwechslung ist, wenn man sonst überall Mediziner sieht.


TUM-Bibliothek am Stammgelände


Die Bibliothek der TUM am Stammgelände ist sehr modern ausgestattet – Stehschreibtische, Schreibtischstühle, die man verstellen kann, gehören genauso dazu wie futuristische Eiersessel zum Pausen machen. Auch hier gilt es schnell zu sein, um einen der begehrten Plätze zu ergattern. Ansonsten kann man sich aber auch an einen ganz normalen Tisch setzen und hat viel Tageslicht durch die große Fensterfront.
Ein großes Plus aller Bibliotheken in der Innenstadt ist definitiv die zentrale Lage. Sich schnell was zu essen in der Maxvorstadt holen und danach in den englischen Garten zu gehen, ist total entspannt und bringt einen definitiv auf andere Gedanken, wenn man im Lernstress zu versinken droht.

 

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