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  • Kirstin Ludwig
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  • 25.09.2014

Wohnungssuche in Mainz

Die Suche nach einer Wohnung ist die erste Herausforderung zum Studienstart. Lokalredakteurin Kirstin hat wichtige Informationen für Mainz zusammengestellt.

 

Wohnzimmer – Foto: jo Images/F1online

 

An der Universität in Mainz studieren fast 37.000 Studenten. Alleine deshalb ist es nicht einfach, eine geeignete Wohnung in Mainz zu finden. Wohnungen und WG-Plätze werden in Mainz häufig von privaten Vermietern vergeben. Immatrikulierte Studenten können in Wohnheimen des Studierendenwerks oder in privaten Wohnheimen leben.

WG oder Einzelappartement

Jeder Student sollte sich zunächst die Frage stellen, ob er lieber alleine oder in einer WG leben möchte. Wer diese Frage für sich beantwortet hat, kann sich konkreter auf die Suche machen – und im WG-Casting auch eher überzeugen. Zukünftige WG-Bewohner sollten sich über die rechtliche Situation in der WG informieren. Stehen alle Bewohner gemeinsam im Mietvertrag? Oder gibt es einen Hauptmieter, der die einzelnen Zimmer an die Mitbewohner untervermietet? Was passiert, wenn einer der Bewohner keine Miete zahlt oder auszieht?

 

Es muss nicht für immer sein

Natürlich wäre es einfach, zu Studienbeginn ein Zimmer zu finden und dort bis zur Approbation zu wohnen. Die meisten Studenten wechseln allerdings während des Studiums ein- oder mehrmals die Wohnung – aus ganz verschiedenen Gründen. Auslandssemester oder mit Kommilitonen in eine WG ziehen - vieles spricht für eine neue Bleibe. Aus diesen Gründen ist es auch gar nicht weiter schlimm, wenn die erste Wohnung nicht ideal ist. Wer schon in Mainz studiert, hat bessere Kontakte und findet viel schneller eine Wohnung als Neulinge. Also, selbst wenn das WG-Zimmer nur zur Zwischenmiete für ein Semester zu haben ist, kann es sinnvoll sein, erst einmal einzuziehen und dann für das zweite Semester neu zu suchen.

Die beste Lage

Mainz setzt sich aus verschiedenen Stadtteilen zusammen. Die ersten vier Semester verbringen Medizinstudenten fast ausschließlich auf dem Campus der Universität. Am nächsten liegen hier die Stadtteile Hartenberg-Münchfeld und Bretzenheim. Einige Wohnheime liegen auch direkt auf dem Campusgelände. Mainz-Bretzenheim ist zusammen mit der Oberstadt auch ideal für die folgenden Semester in der klinischen Phase des Studiums.

Nahverkehr in Mainz

Die Mainzer Stadtteile sind durch ein gutes Linienbus- und Straßenbahnnetz verbunden. Studenten nutzen den Nahverkehr ohne zusätzliche Kosten, da das Semesterticket auf allen Linien gültig ist. Nachts und am sehr frühen Morgen verkehren Nachtbusse. Die Mainzer Verkehrsgesellschaft bietet außerdem Leihfahrräder an, deren Preis leider nicht im Semesterticket inbegriffen ist. Aufgrund der großen Reichweite des Semestertickets ist es auch möglich, außerhalb von Mainz zu wohnen und mit dem Bus oder der Bahn zur Universität zu pendeln. Insgesamt ist so das Wohnen etwas günstiger, dafür müssen die Studenten mit deutlich längeren Fahrzeiten rechnen. Zwischen zwei Veranstaltungen schnell nach Hause zu fahren wird dann deutlich schwieriger. Wer wissen möchte, welche Strecken noch innerhalb des Gültigkeitsbereiches des Semestertickets liegen, wird hier fündig.

Wohnheime für Studenten

Sowohl das Studierendenwerk als auch private Anbieter sorgen für Wohnmöglichkeiten in Mainz. Das Studierendenwerk bietet sowohl WGs als auch Einzelappartements an. Sogar für Paare, Familien und Rollstuhlfahrer gibt es geeignete Wohnungen. Ein Nachteil ist, dass nur Studenten bis zum 30. Lebensjahr aufgenommen werden. Außerdem ist die Mietdauer begrenzt, sodass Medizinstudenten nicht die gesamte Mindeststudienzeit in einem Wohnheim des Studierendenwerks leben können. Die Bewerbung auf diese Wohnheimplätze ist sehr einfach und kann online auf der Seite des Studierendenwerks erledigt werden. Dort gibt es auch genaue Informationen zu Lage, Kosten, freien Plätzen und Besonderheiten der verschiedenen Wohnheime. Sehr nahe am Campus liegt auch das Wohnheim der katholischen Hochschulgemeinde (KHG). Informationen zum Wohnheim und den Aufnahmemöglichkeiten sind auf der Homepage zu finden. Auch hier ist die Wohndauer begrenzt, sodass sich Medizinstudenten darauf einstellen müssen, während des Studiums eine weitere Wohnmöglichkeit zu suchen.

 

Private Angebote

Das Studierendenwerk verwaltet auch private Zimmerangebote. Somit lohnt sich ein Besuch auf der Homepage oder direkt im Studentenhaus auf dem Campus auch dann, wenn schon alle Wohnheimplätze vergeben sind. Gerade zu Semesterbeginn finden Studienanfänger viele Wohnungsangebote und Mitbewohnergesuche auf Aushängen, zum Beispiel in der Zentralmensa. Vor allem WG-Zimmer werden auch über das Internet vermittelt.

Wie teuer ist Wohnen?

Bei Zimmer- und Wohnungsangeboten sollten Interessenten immer genau darauf achten, welche Kosten bei Miete und Nebenkosten schon inbegriffen sind und welche noch zusätzlich bezahlt werden müssen. Bei Wohnheimen und in WGs sind Internet, Telefon und Strom oft schon mit den Nebenkosten abgedeckt, bei einzelnen Wohnungen müssen sich die Mieter selbst um entsprechende Verträge kümmern und sie auch zusätzlich zu Miete und Nebenkosten bezahlen. In der Regel müssen Studenten für ein kleines Appartement oder ein WG-Zimmer mit ungefähr 300-400€ Miete (inklusive Nebenkosten) monatlich rechnen, wobei es hier natürlich große Schwankungen gibt. Viele private Vermieter möchten bei Studenten eine Bürgschaft und einen Verdienstnachweis der Eltern, beides fällt bei den Wohnheimen weg.

Eigeninitiative

Besonders leicht finden Mainzer Studenten eine Wohngemeinschaft, wenn sie schon erste Kontakte mit Mitstudenten geknüpft haben. Denn immer findet sich jemand, der eine WG kennt, in der gerade ein Zimmer frei wird oder zumindest ein Zwischenmieter gesucht wird. Leider ist es nicht einfacher, eine Wohnung mit mehreren Zimmern zur Miete zu finden als einen Platz in einer WG zu ergattern – Vorsicht also mit Angeboten zur gemeinsamen Wohnungssuche, die dann zur WG werden soll. Auch WG-Gesuche, ob online oder an schwarzen Brettern führen nur hin und wieder zum Erfolg. Besser ist es, sehr regelmäßig im Internet das aktuelle Angebot im Blick zu behalten und nicht aufzugeben, auch wenn die ersten Kontaktaufnahmen erfolglos waren.

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