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  • Text und Fotos: Henrike Horn
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  • 17.06.2011

Von Lindenau bis Plagwitz

Uniriese, Völkerschlachtdenkmal und Neues Rathaus - das kennt wohl jeder Leipziger. Doch warum nicht mal in den Westen fahren? Henrike unternahm einen Rundgang und hat zusammengefasst, was dieser Teil Leipzigs zu bieten hat.

Der Leipziger Westen, das sind die Stadtteile Alt- und Neulindenau, Plagwitz, Leutzsch und Kleinzschocher. Diese fallen vielen Neuankömmlingen erstmals bei der Wohnungssuche auf: Zahlreiche Wohnungen zu relativ günstigen Preisen finden Neu-Leipziger auf den Suchportalen. Charakteristisch für die Stadteile sind unter anderem die vielen Industrie- und Altbauten, die von grünen Anlagen durchbrochen werden. So lädt zum Beispiel der Karl-Heine-Kanal zum Spazieren, Verweilen und zur Stadtteilerkundung ein.

 

Kulturelle Vielfalt für jeden Geschmack

Rund um den Lindenauer Markt haben sich in den letzten Jahren zahlreiche kleine Kunsträume wie das "A und V" in der Lütznerstr. 30 oder der "Kuhturm" in der Kuhturmstraße 4 angesiedelt. Zweimal im Jahr lädt das Kunstraum-Netzwerk - zusätzlich zu den regulären Angeboten - zum "Lindenow" ein. Dann finden bis in die späten Abendstunden Ausstellungen und Konzerte statt.

Für die kulturelle Freizeitgestaltung und das Wochenendvergnügen wird im Westen reichlich gesorgt. Cineasten können sich über die hohe Programmkino-Dichte freuen: Die "Schauburg am Adler", die "Schaubühne Lindenfels" und das "Cineding" auf der Karl-Heine-Straße, sowie das "Luru-Kino" in der Spinnerei zeigen nicht nur aktuelle Filme sondern auch Kinokostbarkeiten. Im "Lindenfels-Westflügel" auf der Karl-Heine-Straße, der "Musikalischen Komödie" in Lindenau und auf der "Sommerbühne im Westwerk" werden Oper und Theater geboten.

 

Der Leipziger Stadtteil Plagwitz

 

Karl-Heine - die KarLi der Zukunft?

Die Karl-Liebknechtstraße in der Südvorstadt ist bekannt für ihr buntes Kneipen- und Kulturangebot. Mittlerweile hat sie ein junges Geschwisterchen in Plagwitz: die Karl-Heine-Straße. Zunächst war dort vor allem das "noch besser Leben" der Anlaufpunkt für Kneipen- und Konzertkultur. Mittlerweile haben sich weitere Lokalitäten wie das "König Albert Café" oder die "Bar Seventy" angesiedelt.

Aller drei Monate findet auf der Karl-Heine-Straße der Trödelmarkt "Westpaket" statt, im Sommer als buntes Straßenfest mit Konzerten und mit den "Westspielen" - das nächste Mal am 2. Juli 2011.

 

Und nach der Kneipe…

Wer gern feiert, braucht den Westen nicht zu verlassen. Die Veranstaltungskalender sind voll mit Konzerten und Partys, zum Beispiel im "elipamanoke" auf der Zschocherschen Straße, dem "Westwerk" auf der Karl-Heine-Straße und der "Damenhandschuhfabrik" in der Klingenstraße. Legendär sind die mittlerweile nur noch in unregelmäßigen Abständen stattfindenden Partys in Jim Whitings "Bimbotown" auf dem Spinnereigelände. In einer Mischung aus Kunstinstallation, Konzertraum und Kneipe mit durch den Raum fahrenden Betten, menschenverschluckenden Sofas und schwebenden Sitzgruppen fragt sich der Gast ab und zu, ob es sich um Traum oder Realität handelt.

Apropos Spinnerei: bei einer Empfehlung von zwanzig Reisezielen in Deutschland der Zeitung "Guardian" belegte die "Leipziger Baumwollspinnerei" den ersten (!) Platz - also, warum nicht auch als Leipziger mal den Westen besuchen?

 

Linktipps

Termine und Programm des Lindenow

Standort West – das Programm

Homepage des Quartiersmanagements

Kanalnachbarschaften

Homepage des Westbesuchs

Leipziger Baumwollspinnerei

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