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  • Melissa Schmucker
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  • 12.08.2021

Leichter lernen – Meine liebsten digitalen Helfer im Studium

Erzählungen zufolge, in denen Studis mit 20 kg schweren Taschen voller Bücher über den Campus hetzten, gehören im digitalen Zeitalter wohl eher ins Land der Legenden. Statt Block und Stift findet man auf Hörsaaltischen Laptops und Tablets. Vor allem in Zeiten einer Pandemie sind digitale Medien essenziell geworden. Neben dem offensichtlichen Nutzen gibt es noch viele weitere Vorteile, die dir das Studieren erleichtern.

 

 

Es ist Klausurenphase und dir steht ein lernintensiver Tag in der Unibib bevor. Während du deine schon mehr als überfüllte Tasche nochmal nach den wichtigsten Dingen überprüfst, fällt dir auf, dass du dein Biochemiebuch vergessen hast. Mist, wie sollst du das denn jetzt bitte noch tragen?
Statt deinem müden Rücken noch mehr Last aufzubürden, könnten eBooks eine bequeme Alternative für dich sein. Sowohl am Laptop als auch am Tablet kann man sie einfach downloaden und so auch offline nutzen. Dadurch schonst du nicht nur deinen Rücken, sondern bist auch viel flexibler, wenn du unterwegs bist. Weder Regen, noch der Döner essende Sitznachbar in der Bahn können deiner geliebten Fachlektüre  etwas anhaben. 
Außerdem gibt es viele Lernplattformen wie beispielsweise viamedici. Hier sind nicht nur viele Fachbücher als eBooks inklusive, sondern auch zusammengefasste Artikel über die Themeninhalte des Studiums leicht über die Suchleiste zu finden. 

Während du am Laptop klassisch mit Schreibprogrammen wie Word oder Pages schnell und einfach mitschreiben kannst, geht das mit dem Tablet sogar mit Stift. Im Gegensatz zu Papier bietet das Tablet allerdings einige Vorteile: In Heidelberg, wie auch an vielen anderen Unis, werden Inhalte wie Vorlesungsfolien digital für die Studierenden zur Verfügung gestellt. Diese kannst du leicht in Schreibprogramme wie z.B. GoodNotes hochladen und dann direkt in die Vorlesungsfolien schreiben. Das spart dir nicht nur Zeit, sondern ist auch um einiges übersichtlicher.

Karteikartenapps wie Anki sind in vielen Ländern bereits seit längerem sehr beliebt, vor allem unter Medizinstudierenden. Mittlerweile werden sie aber auch im deutschen Raum immer populärer.  Anki enthält eine KI, die dich Karteikarten nach dem spaced repetition system abfragt. Das bedeutet, dass die KI überprüft, wie leicht oder schwer dir eine Karte gefallen ist und sie so den Abstand festlegt, nach dem dir die Karteikarte das nächste Mal gezeigt wird. Die Abstände vergrößern sich, wenn du die Karte richtig beantwortet hast und werden zurückgesetzt, solltest du die Karte einmal nicht beantworten können. So fragt dich das Programm immer nur die Karten ab, die an diesem Tag wieder fällig sind. Das ist ein großer Vorteil gegenüber Zusammenfassungen oder einfachem Lesen, bei dem du auch immer die Inhalte durchgehst, die du eigentlich schon gut kannst. So sparst du jede Menge wertvolle Lernzeit.

In Heidelberg haben die Studierenden eine Datenbank eingerichtet, auf der du deine Karteikarten hochladen oder sie dir von anderen herunterladen kannst. Ein Blick in die Datenbank ist daher lohnenswert und kann dir eventuell einiges an Zeit ersparen!

Zuletzt noch ein Tipp für die neuen Erstsemester: Da im ersten Semester die makroskopische Anatomie auf dich wartet und die Zeit am Körperspendenden häufig knapp ist, sind Anatomie Apps sehr empfehlenswert für das Lernen der Strukturen. Im Gegensatz zum Buch kannst du dir hier Muskeln, Leitungsbahnen und vieles mehr dreidimensional anschauen. Neben Funktionen wie dem virtuellen Präparieren von Strukturen, kannst du dir auch Animationen von Körperbewegungen zeigen lassen. Daher ist eine Anatomie App eine sinnvolle Ergänzung zu einem guten Atlas!

Die Digitalisierung macht uns nicht nur das online studieren möglich, sondern lässt uns auch leichter lernen. Das Angebot an Lernplattformen und Apps scheint täglich zu wachsen – ein Blick in die einzelnen Optionen ist lohnenswert.

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