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  • Paul Gibiser
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  • 30.06.2014

Biochemie an der Uni Graz

Das Modul Biochemie steht bei dir noch auf dem Plan? Hier erzählt dir Paul, was dich in Graz erwartet und gibt Tipps und Tricks wie du den Kurs ganz einfach meisterst.

 

Biochemie - Foto: motorlka 

 

Nachdem du nun endlich die allgemeine Anatomie, die Neuroanatomie und die Physiologie hinter dich gebracht hast, wartet im nächsten und letzten Modul des Jahres ein Angstgegner auf dich: die Biochemie!

Dieses Fach kann dir ohne ein bisschen Grundverständnis über die allgemeine Chemie schon mal den letzten Nerv rauben. Um das zu vermeiden ist hier gleich mein erster Tipp: Am besten läuft es, wenn du einige Dinge aus dem Wintersemester nochmals wiederholst. So findest du wieder den einfachen Einstieg in die Chemie.

 

Das Modul 06 - Biochemie

Doch unerwarteterweise dreht sich hier nicht alles nur um Biochemie. Es stehen auch einige Anatomie und Histologie Vorlesungen auf dem Stundenplan. Dort geht es primär um den Aufbau des Verdauungsapparates. So heißt es auch in diesem Modul wieder mikroskopieren was das Zeug hält. Der Seziersaal kommt zur Abwechslung mal nicht zum Gebrauch.

 

Die Laborübungen  

Dein Labormantel wird dieses Mal für die zahlreichen Laborübungen benötigt. Das interessante an den Laborübungen ist, dass diese von 2 verschiedenen Instituten durchgeführt werden. Einerseits ist da das Institut für physiologische Chemie und andererseits das Institut für Molekularbiologie und Biochemie. So geht es in den Übungen des Instituts für Biochemie vor allem um das praktische Erlernen von Stoffwechselvorgängen während das Institut für physiologische Chemie eher versucht dir z.B. die Enzymkinetik näher zu bringen.

Vor jeder Übung gibt es ein Seminar, in dem der Arbeitsablauf besprochen wird. Danach geht es ans praktische Durchführen der Aufgaben. Im Anschluss werden die Ergebnisse nochmal zusammenfassend besprochen.

 

Worum gehts eigentlich in der Biochemie?

Kurz gesagt ist die Biochemie die Lehre von den Stoffwechselvorgängen, deren Zusammenhänge und deren Entgleisungen. (Pathobiochemie) Dabei geht es in erster Linie um Stoffwechselerkrankungen von denen viele auch heute noch nicht therapierbar sind. Das Verständnis der Stoffwechselvorgänge hat in verschiedenen Fachgebieten (z.B. Innere) große Relevanz für den jeweiligen Arzt.  

 

Tipps zum Biochemie lernen  

Die Biochemie erscheint auf den ersten Blick sehr trocken, alltagsfern und du hast wahrscheinlich das Gefühl, dass es eine reine "Auswendiglernerei" ist. Ich habe diese Meinung von der Biochemie schnell wieder abgelegt. Damit dir das auch gelingt hab ich hier ein paar Tipps wie du dieses Fach am besten angehst.
  

 

Die Organisation von Modul 06  

Ich muss sagen, dass ich in Modul 06 wirklich das Gefühl hatte, gut betreut zu werden. Die Vortragenden der Biochemie waren freundlich, kompetent und jederzeit kontaktierbar. Auch die Vorlesungen waren sehr gut gestaltet und viel wichtiger noch: Die Biochemiker haben versucht den komplizierten Stoff uns so einfach wie möglich beizubringen.

Und wenn man in den Vorlesungen ein wenig aufmerksam war, dann wurde einem der Schreck vor der Biochemie genommen, weil die ganze Thematik doch nicht so kompliziert war, wie sie anfangs erschien.

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