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  • Hanna Hohenthal
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  • 21.01.2014

Interview mit Prof. Dr. Funk – Fachbereich Anatomie

Prof. Dr. Funk ist Professor der Anatomie an der Uni Dresden. Im Interview erzählt er von seiner Arbeit an der Universität und verrät, was er sich von seinen Studenten wünscht.

Prof. Funk - Foto: TU Dresden

> Prof. Funk, erzählen Sie uns kurz etwas über Ihren Werdegang!  

In den 70er Jahren habe ich mein Medizinstudium in Erlangen-Nürnberg absolviert. Dort habe ich promoviert und 1986 in der Anatomie habilitiert. Nach zwei jähriger Tätigkeit als Dozent bin ich dem Ruf der Universität gefolgt und habe die Professur für Anatomie angetreten. Seit 1994 bin ich in Dresden, als Professor der Anatomie und als Prodekan im Bereich Forschung. Im akademischen Bereich bin ich außerdem im Vorstand der Anatomischen Gesellschaft, Mitglied der DFG-Study section Molecular Biology, Kurator des Fraunhofer- Instituts für Elektrostrahl- und Plasmatechnik, Senatsmitglied der TU Dresden und im Editorial Board Cells Tissue Organs.  

 

> Was beinhaltet Ihre Arbeit als Professor der Anatomie an der TU Dresden?  

Forschung und Lehre und als Institutsdirektor Organisationsaufgaben (Mitarbeiter, Drittmitteleinwerbung, Lehre), sowie Fakultäts- und Uniselbstverwaltung.  

 

> Was begeistert Sie an der Anatomie?  

Dass sie ein so breites Fachgebiet ist – von Organsystemen bis zur molekularen Ebene. Und dass die Anatomie die Grundlage vieler klinischer Disziplinen ist  – wichtig zur Orientierung am Beginn des Medizinstudiums.  

 

> Dresden hat den Ruf, dass die Vorklinik besonders „hart“ ist. Wie schätzen Sie den Anspruch an die Studenten ein, auch im Vergleich zu anderen Hochschulen?  

Das scheinen nur die Studenten so zu empfinden. Objektiv wird mit Kräften versucht, den Physikumsstoff so anschaulich wie nur möglich zu vermitteln. Wir haben ein nettes kooperatives Arbeitsverhältnis mit den Studenten und unterstützen sie gerne.  

 

> Was zeichnet Ihrer Meinung nach die Dresdner Studenten aus?  

Ihre Offenheit und Kooperationsbereitschaft und meist ihre gute Laune.

 

> Was wünschen Sie sich mehr von den Studenten? 

Eine aktive Teilnahme am Unterricht, auch in Vorlesungen mehr synchrones „Mitdenken“. Es hat keinen Sinn, Prüfungsvorbereitungen auf die „lange Bank“ zu schieben und zu versuchen sich online alles Lehrmaterial zu beschaffen, aus zum Teil zweifelhaften Quellen. Die Studenten sollten mehr zu schätzen lernen, dass man in den Lehrveranstaltungen live und kostenlos hervorragenden Unterricht bekommt!  

 

> Wie würden Sie folgenden Satz vervollständigen? „Wenn ich nicht Anatom geworden wäre, wäre ich...“  

Zukunftsforscher, Erfinder, Physiker, oder Wissbegieriger für alle Naturwissenschaften und Medizin geworden. Berufe entstehen im Laufe der Zeiten oft völlig neu und man sollte offen sein für neue Herausforderungen und spüren, wo und wann man gebraucht wird.  

 

Wir danken für Ihre Mitarbeit!

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