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  • Sophia Ebert
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  • 16.10.2017

Sophias Restaurant-Tipps für Bonn

Ob asiatische Küche oder spanische – Sophia weiß, wo es in Bonn besonders gut schmeckt.

Ein paar Meter Asien
Clements- August-Straße 30
53115 Bonn Poppelsdorf

Wenn man vom Vorklinik Campus hoch zur Uniklinik fährt, kann man es kaum übersehen. Zwei Bauwagen, der erste bunt, Ganesha im Fenster und der zweite eher weißgrau mit verwitterten Tibetfahnen am Dach.
"Wer geht hier bitte essen?" Wird sich der nicht Bonner fragen, denn es sieht zugegebenermaßen weder besonders schmackhaft noch sonderlich hygienisch aus. Ein bisschen erinnert es an die Essensräder in Mumbai nur eben größer, ohne Räder dafür aber mit festem Standplatz.
Sobald aber Mittagszeit anbricht, wird man eines besseren belehrt, denn hier steht man an. Bei Wind und Wetter warten die Menschen geduldig unter den Tibetfahnen, um sich dann mit "Numme 42 (sweiunvierzig) mit viel schawer Soße" an einen Stehtisch zustellen, mit etwas Glück bekommst man auch einen Platz auf der Bierbank, oder man nimmt das Essen mit. Der Inder bietet sogar ein paar Plätze in seinem "littel India" an, so kann sein Curry dann im Bauwagen unter Shivas lächeln zu sich nehmen.
Das Essen ist vor allem eins: Gut, günstig und frisch. Angepasst an den europäischen Gaumen kann man zwischen sehr typischen tibetianischen (gefüllt Teigtaschen) und Indischen (echtes) Curry wählen, aber auch Asia Standards wie gebratene Nudeln sind dabei. Der Inder kocht zuhause vor und hält das Essen in Chevy warm, das tut zwar dem Geschmack keinen Abbruch, allerdings birgt es die Gefahr, dass man manchmal mit leeren Magen vor leeren Töpfen steht. Dann muss mal jedoch nur 2 Meter weiter gehen, denn beim Tibeter gibt es immer etwas. Das besondere: Der Tibeter kocht euer Essen live in einer offenen Küche. Immer mit frischen Gemüse und die Nudeln werden extra frisch für euch "gezogen".
Gaumenschmaus und Brainbooster: Handgezogene Nudeln. Gebraten oder als Suppe, vegetarisch, mit Huhn oder Rind.


Darf´s einbisschen schicker sein - Déjà vu

www.dejavubonn.de
Vorgebirgsstraße 50
53119 Bonn Nordstadt

Ob man nun seine Flamme schick ausführen möchte, keine Lust auf Mensa hat oder sich einfach mal etwas gönnen möchte - man muss dafür sein Studentenbudget nicht übermäßig strapazieren, sondern einfach den Weg ins Déjà vu finden.
Zugegeben, die Lage zwischen Pitstop, Hotelkette und Frankenbad lässt nicht direkt an Stil und gutes Essen denken, aber dank vielen Weinreben und Ministraßen Lampen hat das Déjà vu eine kleine Oase des Genusses geschaffen. Ein schöner grüner Außenbereich lädt zum Verweilen ein und falls das Wetter nicht mitspiel kann man im Gastraum, der einen Hauch von Jugendstil versprüht platznehmen. Die kleine, überschaubare Karte ändert sich regelmäßig, so dass es immer etwas Neues zum Probieren gibt. Besonders zu empfehlen ist die hausgemachte Pasta. Desweiteren gibt eine gute Auswahl an Spirituosen und fantastische Aperitifs.
Im Abendgeschäft kann man sich ab 12 Euro verwöhnen lassen, es gibt allerdings auch einen Mittagstisch, wo man zwischen 3 täglich wechselnden Gerichten ab 7 Euro wählen kann.
Gaumenschmaus: Hausgemacht Pasta, in jeder Ausführung

Glück ist käuflich - Iss dich glücklich
Franziskaner Straße
53111 Bonn Zentrum

Zugegeben man läuft schnell an den kleinen Imbiss vorbei und als Mediziner verschlägt es einen Uni Technisch nicht allzu oft in Richtung Hauptgebäude, aber der kleine stylischer Laden hat mindestens einen Besuch in der Unikarriere verdient.
Beim Betreten des Ladens verrät Interior mit viel Holz und bunten Kissen nicht direkt, dass hier persisch oder zumindest persisch angehauchte Küche, modern interpretiert serviert wird. Wenn man grad weder Zeit noch Lust hat sich auf einen der ca 15 Plätze je drinnen und draußen niederzulassen, kann man sich auch mit einen der zahlreichen frisch gepressten Säfte oder einen Cooke to go eindecken.
Dann sollte man aber auf jeden Fall noch mal wiederkommen. Das regelmäßig wechselnde Angebot umfasst verschied belegte Baguettes, ein fantastische Auswahl an Suppe und Salate, sowie einige warme Gerichte. Los geht´s ab 3 Euro.
Absolutes Muss: Die Säfte! Mein persönlicher Liebling ist Apfel, Organe, Ingwer, Möhre

Entremeses zwischen Weinregal und Käse Theke - Der Spanier
www.der-spanier.com
Bornheimer Straße 76 und 78
53111 Bonn Zentrum
Es gibt in Bonn kleine Supermärkte aus aller Welt: Asien, Türkei, Italien, Spanien.
In diese Läden geht man, meist wenn man eingelegte Weinblätter braucht oder 1,5kg Reis oder unglaubliche gute Salami oder eine Paella Pfanne. Falls man auf der Suche nach einer Paella Pfanne zufällt beim "Spanier" vorbei schaut, dürfte man überrascht sein, denn zwischen spanischen Weinen, Schinken, Käse und allem was eben spanisch ist, stehen Gartenmöbel. Luis, so heißt der Chef, ist nämlich nicht nur Filialleiter, sondern auch Restaurantinhaber. Den Wein den man trinken will, kann man sich einfach aus dem Regal nehmen, das sorgt zusätzlich für ein lebhaftes Flair, denn immer wieder steht jemand auch geht zwischen den Tischen entlang zum Regal, dort angekommen bekommt man auch gerne den ein oder anderen Tipp für einen guten Wein. Da dieser mit ca. 3 Euro plus 3,50 Euro Korkgeld sehr günstig ist, werden die Abende beim Spanier meist so feuchtfröhlich, dass man das Auto besser daheim lässt, die Parkplatzsituation ist ohnehin problematisch. Der Service ist etwas chaotisch, aber immer lustig, freundlich und sehr spanisch.
Das Essen ist ebenfalls sehr spanisch, also lecker und fettig. Mittags gibt es vor allem Tapas an Stehtischen, abends dann klassische spanische Küche.
Einziges Minus: Reservierung am besten 2 Wochen im Voraus, so beliegt ist dieser ehemaliger Geheimtipp.
Auf jeden Fall bestellen: Pimiento del Padron, Patatas Fritas und natürlich Entremeses.

 

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