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  • Bericht
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  • Bettina Wagner
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  • 18.10.2018

"Der Unfall war ich."

Bettina hat Kliniken bisher nur während ihrer Praktika als Medizinstudentin kennengelernt. Bis zu diesem einem Tag, der ihr Leben verändert hat.

 

 

„Seminar hat länger gedauert, bin gleich da. Bestell schon mal, dasselbe wie immer“. Eine kurze WhatsApp-Nachricht an meine Freundin Lisa, während ich die Treppen hoch renne, um in der Wohnung schnell Uni-Tasche gegen Handtasche zu tauschen. Ans Portemonnaie denke ich noch, ans Handy leider nicht – typisch für mich. Auf dem Weg runter nehme ich zwei Stufen auf einmal, nur noch eine rote Ampel trennt mich von der Bushaltestelle und die Anzeigetafel verrät, dass ich entspannt auf grün warten kann, denn der Bus ist, wie immer, zu spät. Durchatmen, ich werde nur 10 Minuten zu spät sein. Die Ampel wird grün und ich setze den ersten Fuß auf die Straße. In den Bus werde ich nie einsteigen, Lisa wird vor dem kaltwerdenden Essen warten und mich vergeblich anrufen, während gleichzeitig ein ganzes Ärzteteam um mein Leben kämpft.

 

Was ist passiert?

Das Erste was ich sehe, ist Blut auf den roten Pflastersteinen. Viel Blut, viel zu viel Blut. Ich frage mich, woher es kommt. Irgendjemand redet von einem Unfall. Ich möchte hin und helfen, aber ich kann mich nicht bewegen. Ich fühle mich wie betäubt. An mir wird rumgedrückt und rumgerüttelt, es wird hell und wieder dunkel und wieder hell, mein Körper gehorcht mir nicht mehr. Ich liege da und merke, dass viele Menschen um mich sind, aber mit mir reden tut keiner. Ich fühle mich allein, hilflos und irgendwie total überfordert. Es ist ein bisschen so, als wäre ich in Watte gepackt. Ich möchte atmen aber kann nicht. Ich liege einfach da und langsam wird mir klar: Ich bin der Unfall.

 

Retter in der Not

Sven ist einer meiner besten Freunde an der Uni. Vor dem Studium hat er die Ausbildung zum Rettungsassistenten gemacht, jetzt ist er Notfallsanitäter und später möchte er Anästhesist werden. Neben dem Studium arbeitet er noch bei der Feuerwehr und sein Einsatzgebiet umfasst auch die Straße in der ich wohne. Hin und wieder haben wir Witze gemacht, wie lustig es wäre, wenn er mal einen Einsatz vor meiner Tür hätte und ich da als "kompetente" Ersthelferin wäre.

Nun hat er tatsächlich einen Einsatz in meiner Straße. Später erzählt Sven mir: „Als ich die Adresse auf der Einsatzmeldung las, habe ich direkt gedacht, das ist doch da wo du wohnst und ganz heimlich habe ich gehofft, dich mal als "kompetente" Ersthelferin zu sehen. Wir sind direkt mit Notarzt gefahren. PKW Fußgänger Unfall, Fußgänger bewusstlos und stark blutend war die Meldung. Kurz vor der Einsatzstelle habe ich schon gespäht, ob ich dich sehe und tatsächlich entdeckte ich deine Tasche neben einen Baum, von dir fehlte aber jede Spur. Nachdem wir uns durch die Gaffer den Weg gebahnt hatten, erkannte ich deine bunten Turnschuhe. Erinnern kann ich mich nicht, aber mein Kollege sagte mir nachher, dass ich abrupt gestoppt habe und ziemlich laut "Scheiße" gerufen habe. Man muss immer professionell sein, normalerweise übernimmt bei uns der Notarzt das Reden, behält den Überblick, aber wir arbeiten seit Jahren zusammen, da braucht es oft keine Worte mehr. Also hockte ich an deinem Kopf, als die anderen dir den Stiffneck anlegten und den Bodycheck machten. Du hast kaum reagiert, nur auf Schmerzreiz und später beim Abtransport öffnetest du kurz die Augen, um ins Leere zu starren."

 

Gefühllos im Schock

Von der präklinischen Erstversorgung bekomme ich, Ketanest und Dormicum sei Dank, nicht viel mit. Was geblieben ist, sind die Erinnerungen an das, was ich gefühlt habe. Zum Beispiel der Blick durch das Dachfenster im Krankenwagen gekoppelt an das Gefühl, sich nicht bewegen zu können, Spineboard Stiffneck und Gurte sollen meine Wirbelsäule stabilisieren und weiteren Schaden von mir abhalten, aber in der Situation hat es mir eher Angst gemacht. Auch den Schockraum habe ich als Gefühl von Stress und Angst in Erinnerung. Die vielen Hände, das nasse Ultraschallgel, die Gummihandschuhe in meinem Mund, die Kälte, weil ich nur in Unterwäsche daliege, zu viele Menschen, die alle etwas von mir wollen, das Gefühl überfordert zu sein, das Gefühl ein Stück Fleisch zu sein, das hin und her gerollt wird. Oder dreht sich der Raum? Irgendwann eine warme Decke. Ein Gefühl der Geborgenheit überkommt mich und alles ist irgendwie leichter auszuhalten. Traumaspirale, Durchatmen seitens der Ärzte.

Nach der Hektik und dem Stress folgt die Einsamkeit und mit der einkehrenden Ruhe melden sich auch die Schmerzen. Ich bin wach, liege auf einem Gang. Da mein Kopf fixiert ist, sehe ich nur die Decke und höre Menschen an mir vorbeigehen.
Mein Kopf tut weh, der Stiffneck drückt am Kinn, wenn ich Schlucken will, schmerzt mein Kiefer, Atmen tut weh, mein Bauch tut weh und die Schiene an meinem Knie ist zu eng, mein Becken tut weh, liegen tut weh, eigentlich tut alles weh. Mein ganzer Körper zittert und ich weiß immer noch nicht, was passiert ist. Ich fühle mich allein.

Was ist mit mir los?

Nach einer Ewigkeit kommt ein Arzt und redet mit mir, aber verstehen tue ich nichts. Der Stiffneck wird gewechselt, der neue ist größer und bequemer. Eine neue warme Decke wird gebracht und ich bekomme etwas gegen die Schmerzen, aber allein durch die warme Decke fühle ich mich schon besser. Die Platzwunden werden genäht, die Schiene am Knie gewechselt.
Danach das Wechselspiel der Neoleuchtstofflampen der Krankenhausdecke, es geht auf die Überwachungsstation. Die harte Liege wird gegen ein weiches Bett mit der kratzigen Krankenhausbettwäsche gewechselt, ein OP-Hemd gibt mir ein bisschen Privatsphäre. EKG, Pulsoxy, Blutdruckmanschette. Ich habe Hunger und Durst, aber meine Bitte wird verneint. Nicht solange nicht sicher ist, dass ich wirklich nicht operiert werden muss. Operiert werden? Ich? Wieso denn? Und kann ich vielleicht den Stiffneck ausziehen? Und wieder folgen Erklärungen, die mich nicht erreichen, als würde mein Gehirn streiken.

Das Erste, woran ich mich wirklich konkret erinnere, ist wie die Tür aufgeht und mein Freund reinkommt, wenig später folgen meine Eltern. Mittlerweile habe ich wenigstens verstanden, dass ich eine Weile im Krankenhaus bleiben muss, die Frage nach dem Warum interessiert mich nicht mehr.

Meine Familie tut mir gut, schnell sind die wichtigsten Sachen organisiert, der Arzt hat mit meinen Eltern gesprochen. Nach einem Versuch weiß ich, dass weder Zähneputzen, geschweige denn die Nutzung von Zahnseide derzeit möglich sind, da ich meinen Mund nicht genug öffnen kann, somit hat sich auch das Thema Essen erledigt. 1l Jono soll gegen den Durst helfen, eine G5 meinen Blutzucker steigern. Als alle weg sind, bin ich das erste Mal froh über die Ruhe, ich bin müde und möchte schlafen, der Tag war schlimm. Die Nacht soll noch viel schlimmer werden, aber das ahne ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

 

Der Horror der Nacht

Ich starre an die Decke und frage mich, woher wohl die Spritzer kommen und ob Decken in Krankenhäusern überhaupt jemals gereinigt werden. Jede Stunde kommt eine Schwester und leuchtet in meine Augen, als wollte sie sicher gehen, dass ich auf keinen Fall schlafe. Dann kommen die Schmerzen wieder. Ich habe das Gefühl, mein Kopf würde explodieren, mein Knie pocht und bei der kleinsten Atembewegung stechen meine Rippen, aber ich möchte nicht klingeln und bald wird mir eh wieder in die Augen geleuchtet.
Nach der Taschenlampen-Attacke frage ich nach Schmerzmitteln und werde mit der Antwort abgeschmettert, in 1h würde ich eh etwas gegen die Schmerzen bekommen und „Schmerzen gehören bei so was halt dazu“. Tür zu. Ich erinnere mich zurück: 5. Semester Allgemeine Pharmakologie. Prof. Müller hat gerade 90 Minuten über das WHO Stufenschema zur Schmerztherapie referiert, jetzt schließt er andächtig mit den Worten „Kein Mensch muss Schmerzen haben.“ Wo ist Prof. Müller jetzt?

Ich merke wie mir übel wird, aber ich finde die Klingel nicht. Ohne Bettgalgen kann ich mich nicht aufsetzten, also drehe ich mich mühsam auf die Seite, fange an mich zu übergeben und habe dabei das Gefühl mein Kiefer zerspringt. Die Pflege kommt rein, erst eine dann eine zweite, dann Ärzte, ein Neurologe kommt dazu, ich bekomme noch mehr Infusionen, dann gehen alle und ich werde müde.

 

Beste Betreuung von Borat

Die Tür fliegt auf, eine weiße Traube kommt rein, Visite. „Auf Nummer 01 der Fußgänger PKW Unfall, heute steht noch blablabla“. „Wie geht´s dir?“
Überrascht stammle ich nur „gut“ und merke wieder meinen Kieferschmerz. Bevor mir meine Fragen einfallen, sind die Ärzte schon wieder ein Zimmer weitergezogen.
Wenig später das Frühstück, aber für mehr als einen Schluck Kaffee ist keine Zeit, der Patiententransport steht in der Tür um mich mitzunehmen. Es folgt eine Reise über den Campus, vom MRT zur HNO, dann MKG, nochmal HNO, dann in die Neuro und spätestens nach dem Sono weiß auch der letzte in der Klinik, dass ich da bin, schließlich sind gerade Ferien und überall machen Kommilitonen Famulatur.

Meine Mutter hat mittlerweile mit den Ärzten gesprochen. Sichtlich beruhigt sitzt sie jetzt wieder neben mir, der „so kompetente Arzt“ der mich betreut hat sie beruhigt, ich sei hier wirklich in „sehr guten Händen“.

Die Tür fliegt erneut auf. Statt einer weißen Traube stehen nur noch zwei weiße Kittel vor mir. Meine Mutter zubbelt an meinen OP-Hemd und flüstert ein respektvolles „Das ist er“ in mein Ohr. Der kompetente Arzt kommt mir irgendwie bekannt vor. Es dauert einen Moment, bis mir einfällt, dass er bei unserer letzten Begegnung keine Brille trug, dafür einen neongrünen Borat-Bikini. Es waren Medimeisterschaften, ich war eine sehr betrunkene Fee und hatte Borat beim Bier Pong spielen geschlagen. Auf einmal frage ich mich, wie gut die Hände sind, in denen ich mich gerade befinde. Es folgt ein Vortrag, was alles kaputt ist, gespickt mit anatomischen Begriffen. Vielleicht um mir zu zeigen, dass Borat sehr kompetent ist, vielleicht um mich als Fastärztin zu respektieren. Wie auch immer, meine Mutter und ich verstehen nur die Hälfte und ich schäme mich zu fragen, wo denn diese Strukturen kaputt sind, auch weil ich nicht möchte, dass Borat mich nur als betrunkene Fee sieht. Nach diesem Gespräch wusste ich vor allem so viel: Mein Schädel war gebrochen, zwar nicht so, dass man hätte operieren müssen, aber schon „fast halb durch“ wie Borat sagte. Außerdem war mein Kiefer gebrochen sowie mehrere Rippen, mein Schienbein hatte eine kleine Impressionsfraktur. Desweiteren hatte ich eine Subduralblutung, Epiduralblutung und Subarachnoidalblutung, deswegen lag ich also auf der Überwachungsstation. Lunge, Milz und Leber hatten auch etwas abbekommen. Ein Dutzend Prellungen, Hautabschürfungen und eine 7cm große Platzwunde vervollständigten das Bild. Das Schlimmste war jedoch die Fraktur des 1. Halswirbels, aber selbst hier hatte ich Glück und besonnene Ärzte, die zuerst eine konservative Versorgung anstrebten. Ohne dass es gesagt wurde, war mir klar, dass ich nun einen längeren Krankenhausaufenthalt, einige Wochen ruhiggestellte Halswirbelsäule und Monate Reha vor mir hatte.

Monotoner Klinikalltag

Das Krankenhaus hat seinen eigenen Rhythmus. Trägt man einen weißen Kittel macht alles Sinn, man läuft von A nach B, alles ist optimiert und hat Struktur. Der Tag vergeht schnell, und neben all dem Stress findet man immer einen netten Kollegen zum Schnacken. Trägt man ein Patientenhemd, ist der Tag ebenso strukturiert in Morgenrunde der Pflege, Visite, Frühstück, Physiotherapie, Mittagessen, Schichtwechsel Pflege, Abendessen, Nachtrunde Pflege. Dazwischen Langeweile und Infusionen. Nach ein paar Tagen hat man selbst mit dem aller liebsten Besuch nicht mehr viel zu reden. Die Essenzeiten sind echte Highlights. Bekomme ich das was ich bestellt habe? Schmeckt es? Ob ein Tag gut oder schlecht wird, hängt nicht nur vom eigenem Schmerzlevel ab, es hängt auch davon ab, ob es ein Ulrike- oder ein Schwester Stephanie-Tag ist, denn auch die schlimmste Nacht wird erträglich, wenn Schwester Stephanie Nachtdienst hat. Sie erkennt ohne viele Worte, dass es mal wieder besonders schlimm ist und man etwas Mut braucht, Schwester Stephanie denkt auch mit und wenn die Nacht schlecht war, sorgt sie dafür, dass das Frühstück zurückgestellt wird und die Reinigungskräfte am anderen Ende des Flures anfangen. Schwester Stephanie stellt ungefragt vor der Physiotherapie Schmerztropfen hin und informiert den Physio wie es mir so geht. Aber leider gibt es nicht nur Schwester Stephanies auf Station. Schwester Ulrike ist ziemlich unzufrieden mit ihrem Job, den Ärzten und diesen nervigen Patienten. Statt aufmunternder Worte, wenn die Nacht schlimm ist, gibt es Tavor. Bei Schmerzen bitte zusammenreißen und morgens werden die Gardinen aufgerissen, egal wie wenig Schlaf es in der Nacht gab. Eigentlich ist Schwester Ulrike kein schlechter Mensch, eigentlich liebt sie ihren Job, jedenfalls manchmal, aber Personalmangel und immer mehr Druck haben sie zu einer Schwester Ulrike gemacht.

Endlich nach Hause

Die Sonne scheint durch das dreckige Fenster auf mein Bett. Es ist diese besondere Sonne, wenn sich der Frühling anmeldet. Als ich hier ankam, trug ich eine dicke Winterjacke und hatte nichts bei mir als eine Handtasche. Jetzt sitze ich hier mit drei dicken Taschen und einem leichten Filzmantel auf den Knien. Ganz oben der Arztbrief, fünf Seiten die mit „Wir berichten über …“ beginnen und mit „Wir entlassen…“ enden. Dazwischen steht in nüchternen Worten alles über den Tag, der mein Leben für immer verändert hat. Wenn ich ihn lese ist es so, als wäre er über eine andere Person geschrieben, so unwirklich wirkt alles auf mich.

Heute werde ich entlassen, wie oft hatte ich mir diesen Tag in meinen Gedanken ausgemalt. Wie es an die Tür klopft, meine Familie hereintritt und ich dann leichtfüßig vom Bett springe, meine Tasche greife und dann sportlich dynamisch den Stationsflur langlaufe. Ein letztes Dankeschön und Geld für die Kaffeekasse der Pflege, um dann frohen Mutes das Krankenhaus zu verlassen. Stattdessen sitze ich nun verkrampft auf dem Bett und weiß nicht wie es weiter gehen soll. An guten Tagen schaffe ich es, den ganzen Flur entlang die Treppen runter und wieder rauf, dann kurz Luft holen und den Flur zurück. An schlechten Tagen schaffe ich es bis zu meiner Zimmertür. Das Atmen tut kaum noch weh, nur laufen schmerzt noch sehr, an die Miami J Krause habe ich mich gewöhnt, nur mein Kopf macht mir Sorgen. Ich habe Probleme mich zu konzentrieren, ständig schlafe ich ein, bin erschöpft. Die Neurologen sagen, dass wäre die Art des verletzten Gehirns runterzufahren. Wann sich das wieder geben wird, kann mir keiner sagen. Ich wollte diese Entlassung, ich habe es in den letzten Tag forciert, die Schmerzmittel abgelehnt, in der Physio alles gegeben, denn diese Klinik kann mir nichts mehr geben, ich muss raus. Trotzdem habe ich Angst vor dem was kommt.

Es klopft und mein Freund kommt rein, etwas mühsam und unbeholfen rutsche ich vom Bett, Krücke rechts, Krücke links und einen Rucksack mit meinem Kissen, mehr schaffe ich nicht. Kopf hoch, Brust raus, atmen und langsam einen Fuß vor den anderen setzend gehe ich den Flur lang. Verabschiede mich von der Pflege und stecke etwas in die Kaffeekasse. Im Auto schlafe ich vor Erschöpfung ein.

 

Ein Jahr später

Ein Jahr, einige Klausuren und ein Staatsexamen später bin ich wieder in der Klinik. Mein Herz rast, denn gerade wurde ein Schockraum angemeldet. Ich stehe wieder auf der anderen, der ärztlichen Seite. Mir geht es gut und auch wenn ich selbst nicht daran glaubte, habe ich alles geschafft, ich habe irgendwie Semester, Reha, Anwaltstermine und Klausuren unter einen Hut gebracht. Jetzt bin ich im PJ und bis auf eine Narbe erinnert äußerlich nichts mehr an den Unfall. Und innerlich? Das erste Mal wieder im Schockraum, in meinem Schockraum zu sein war komisch, es brauchte etwas, um das beklemmende Gefühl hinter mir zu lassen. Aber ich habe die andere Seite kennengelernt, ich kann nun etwas mehr das Gefühl der Patienten nachvollziehen, kann manche Dinge besser verstehen. Aber ich weiß auch, dass man an vielen Dingen nichts ändern kann. Schmerzmittel nehmen Schmerzen, aber durch die Situation muss der Patient alleine durch, aber auch das geht vorbei. Genau das so klar zu sagen, auch dem Patienten gegenüber, kann viel bewirken. Egal wie viel Glück man hat, ein Unfall ist immer schlimm. Aber man wächst auch an den schlimmen Dingen. Egal wie viel Glück ich hatte oder wie schlimm der Unfall war, eine Frage, die mich seit dem Studium bewegt hat sich geklärt: Ich werde Unfallchirurgin.

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