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  • Alisha Qamar
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  • 18.01.2021

Studieren im Lockdown – Tipps für das digitale Studium

Im März 2020 hat Alisha den Campus zum letzten Mal betreten. Das digitale Studium ist nicht nur für die Universitäten neu, sondern auch für die Studierenden. Was Alisha seitdem gelernt hat und wie du das Beste aus dem Homeoffice machst, erzählt sie hier

 

Strukturiere dir deinen Alltag anhand einer To-Do Liste


Ich mache mir gerne zwei To-Do Listen, eine für die gesamte Woche und eine für den aktuellen Tag. Somit weiß ich genau, wo heute meine Prioritäten liegen und was ich bis Ende der Woche erreicht haben muss. Jedoch sind reine To-Do Listen oft unstrukturiert und überfüllt mit allen möglichen Aufgaben. Ein besseres Organisationstool, das ich gerne nutze und sich als sinnvoll erwiesen hat, ist die sogenannte „Eisenhower-Matrix“. Sie verfolgt den Grundgedanken einer To-Do Liste, jedoch lässt sie sich auf vier Gebiete unterteilen. Zeichne dir eine Tabelle mit zwei Spalten und zwei Zeilen auf. Oben links schreibst du „Dringend und Wichtig“ auf. Hier hast du Platz für die Aufgaben, die du schnellstmöglich abarbeiten musst. Somit verlierst du nicht den Fokus und weißt, wo deine aktuellen Prioritäten liegen. Oben rechts schreibst du „Nicht dringend, aber wichtig“ hin. Hier finden Aufgaben, die keine konkrete Deadline haben, Platz. Wichtig ist es hierbei, dass du diesen Aufgaben eine Deadline gibst, damit sie nicht in Vergessenheit geraten. Unten links schreibst du „dringend, aber nicht wichtig“ hin. Hierzu gehören Routinesachen wie auf E-Mails antworten oder das Aufräumen. Zuletzt betitelst du das Feld unten rechts mit „nicht dringend und nicht wichtig“. Dieses Feld bietet Platz für all die Dinge, die wir tun, um uns abzulenken und die für den jetzigen Zeitpunkt nicht wichtig sind.

Ein weiterer wichtiger Punkt sind Deadlines. Schreibe dir auf, wann du Abgaben hast und wann deine Videokonferenzen stattfinden. Nutze dafür einen Kalender, um den Überblick zu behalten. Tausche dich auch regelmäßig mit deinen Kommilitoninnen und Kommilitonen aus, um keine Fristen zu verpassen und sich gegenseitig zu unterstützen.

 

Kleider machen Leute – und fleißige Studierende

Seit Monaten sitzen wir zuhause, da Cafés und Bibliotheken geschlossen haben. Ich lerne unglaublich gerne in der Bibliothek. Da dies aktuell nicht möglich ist, kannst du dir die Bibliotheksstimmung in dein Zimmer holen. Zieh dir am besten Kleidung an, mit der du auch in die Bibliothek gehen würdest. Es darf gemütlich sein, jedoch soll es dich auch an deine Arbeit erinnern. Außerdem gibt es auf Plattformen wie YouTube oder Spotify zahlreiche „Study Sounds“, unter anderem auch Bibliotheksgeräusche. Andere motiviert es, weitere Studierende in der Bibliothek zu sehen. Als Alternative dafür könntest du ein virtuelles Lerntreffen mit den anderen Studierenden veranstalten. Somit ist auch eine Möglichkeit für einen produktiven Austausch gegeben. Eine weitere Option wären sogenannte „Study with me“ Videos, die du auf YouTube findest. Meist filmt sich dabei nur eine Person beim Lernen, somit verhinderst du in lange Gespräche zu verfallen.

 

Ein Rückzugsort ist ein Privileg


Wenn du keine eigene Wohnung oder ein eigenes Zimmer zum Lernen hast, treffe Vereinbarungen mit deiner Familie  oder Mitbewohner*innen. So könntest du zum Beispiel einen Zeitplan erstellen, wann wer den Raum nutzen kann. Dies erlaubt den anderen auch zu wissen, wann sie dich nicht stören sollen. Dazu würde ich dir empfehlen Kopfhörer zu nutzen – am besten mit Noise Cancelling Funktion, um Umgebungsgeräusche auszublenden. Es gibt oftmals gute Angebote für die Kopfhörer, ansonsten gibt es sicherlich Freunde oder Bekannte, die dir ihre leihen möchten!

 

Social Gathering trotz Social Distancing


Diese Zeit ist für alle keine leichte. Nimm dir Zeit für deine Freunde und für deine Familie. Wir haben das Privileg, unsere Freunde innerhalb von Sekunden über Messenger oder Videocalls zu erreichen. Es ist wichtig, dass du dir auch eine Pause nimmst und den Schreibtisch verlässt. Die Pause kannst du auch alleine verbringen, Energie tanken und dich ganz dir selbst widmen. Du kannst aber auch deine Freunde und Familie kontaktieren und dich austauschen. Das Schöne an Videocalls ist auch, dass man unbegrenzt viele Leute einladen kann. Somit kann man sich diese schwierige Zeit etwas schöner machen.


Mentale Gesundheit


Stundenlang am Schreibtisch sitzen und auf den Laptop starren, ist nicht förderlich für deine Gesundheit und deinen Körper. Bewege dich und mache Spaziergänge. Sport ist ein toller Ausgleich und macht den Kopf frei. Somit lernst du nicht nur effektiver, sondern verbringst auch wertvolle Zeit in der Natur.

Meditation ist schon lange dafür bekannt, Wunder für den Geist zu bewirken. Gerade in einer solchen Zeit leidet bei vielen Studierenden die mentale Gesundheit. Es gibt zahlreiche Videos, die deine Meditation begleiten, an denen du dich orientieren kannst. Mir hilft es auch vieles niederzuschreiben und zu reflektieren. Probiere dich einfach aus und du wirst schnell herausfinden, wie du am besten den Kopf frei bekommst!

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