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  • Bericht
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  • Eva Verjans
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  • 14.02.2011

Hammerexamen - ein Erfahrungsbericht

Die schlimmsten Tage des Studiums liegen hinter mir. Nie mehr kreuzen, nie mehr exotische Syndrome auswendig lernen! Ich bin erleichtert und habe tausend Ideen, was ich in den nächsten Tagen unternehmen könnte und wen ich unbedingt mal anrufen sollte. Wäre da nicht noch "Das Mündliche".

Wie lange hatte ich diesem Tag entgegen gefiebert, an dem das schriftliche Examen vorbei ist. Nie mehr kreuzen, kein M. Osgood-Schlatter, kein Louis-Bar-Syndrom, keine Madelung-Deformität mehr. Jetzt bin ich Arzt. - naja fast. Denn das mündliche Examen steht noch an.
"Ein Kinderspiel im Vergleich zum Schriftlichen.", "Der normale Praxisalltag." waren die Aussagen von früheren Jahrgängen. Doch sollte ich daran glauben? In meinem Kopf, so mein Gefühl, waren alle praxisnahen Dinge verdrängt, einfach gelöscht durch teilweise sinnloses Detailwissen für das gute IMPP. Medilearn zeigt mir abends an, dass dem Bestehen nach den drei anstrengenden Tagen nichts mehr im Wege steht. Jetzt muss nur noch "Das Mündliche" klappen. Aber heute beschäftige ich mich damit noch nicht, heute entspanne ich und genieße es die Mediskript-CD langsam aus dem PC zu nehmen und ganz weit hinten ins Regal zu stellen. Vorbei!

Lernstrategien

Neuer Tag, neues Glück. Mittlerweile haben wir Tag 5 nach dem Hammerexamen, denn ich brauchte erst einmal ein paar Tage zum Durchatmen. Frisch motiviert nahm ich mir vor in die verbleibenden drei Wochen bis zur mündlichen Prüfung zu starten. Bereit lagen: Exaplan, Fallbücher, Frage und Antwortbücher, Crashkurse und für mein 3. und 4. Prüfungsfach ein Lehrbuch.

Der Exaplan kam direkt wieder ins Regal, nachdem ich die ersten Prüfungsprotokolle aus der Fachschaft gelesen hatte. Es schien so, als würde endlich mal relevantes Wissen abgeprüft und nicht nur die kleinen Details am Rande. Auch die Crashkurse räumte ich schnell vom Schreibtisch, denn dazu blieb einfach keine Zeit. Lehrbücher durften als Nachschlagewerke bleiben. Aber sie von vorne bis hinten zu lesen, darin sah ich keinen Nutzen, dazu fehlte mir die Motivation und vor allem die Zeit. Ich dachte, es wird wichtig sein in den verbleibenden Tagen einen guten Überblick zu bekommen und zu trainieren strukturiert zu antworten.

Den kompletten Erfahrungsbericht lesen!


Eva Verjans studierte Medizin in Aachen und war Via medici-Lokalredakteurin.


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