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  • Sarah Sprinz
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  • 03.02.2016

10 Tipps für Erstsemester

Wo finden meine Vorlesungen statt? Wie komme ich zum UKA? Und: Sind Physik und Chemie wirklich der Horror? Hier findest du die Antworten auf deine wichtigsten Fragen.

 

1. Ja, das Gebäude vor dem du stehst, ist tatsächlich die Uniklinik

 

Das Universitätsklinikum der RWTH Aachen sieht auf den ersten Blick wirklich gewöhnungsbedürftig aus: Überall freiliegende Leitungen, rote Rohre, viel Glas und noch viel mehr Grün – das UKA thront seit nunmehr dreißig Jahren über Aachens Westen und du wirst sicher nicht der letzte bleiben, der sich fragt, ob er gerade vor einer Industriehalle steht.


Der wichtigste Raum fürs erste Semester ist Hörsaal 4 im Erdgeschoss. Ihn findest du dank hilfreicher Beschilderung gleich hinter der Rolltreppe im Eingangsbereich.


Übrigens: Der vorgelagerte Betonträger hoch über den Bushaltestellen ist seit 2011 Landeplatz des Rettungshubschraubers Christoph Europa 1. Im Rahmen der Einführungswochen wird dort oben ein Teil deines Praktikums stattfinden.

 

2. "Wehe du fasst in der ersten Woche auch nur ein einziges Buch an!"

 

 

In etwa so werden dich deine Tutoren, Medizinstudenten aus dem dritten Semester, am ersten Tag der Einführungswochen begrüßen. Und du solltest ihre Worte beherzigen!
Die Einführungswochen zu Beginn des ersten Semesters machen nicht nur Spaß und sind äußerst interessant – auch die Klausur über die Themen des Einführungsblocks ist sehr gut zu schaffen, wenn du zuvor einen Blick ins Skript geworfen hast.
Nutze diese angenehme Zeit, um Kommilitonen und deine neue Heimatstadt kennenzulernen. So entspannt wird es vermutlich nie wieder im Studium.

 

3. Nicht verzweifeln, wenn es nicht auf Anhieb mit der Traumwohnung klappt

Aachen ist – wie vermutlich jede Studentenstadt – bezüglich der Wohnungssuche ein hartes Pflaster. Gerade zu Beginn des Semester scheint der Wohnungsmarkt jedes Jahr wie leer gefegt und so ist es teils unvermeidlich, für die erste Zeit einen weniger schönen Kompromiss einzugehen.
Doch keine Sorge, oft entspannt sich die Wohnsituation im Laufe des Semesters und vor allem im Frühjahr werden wieder viele Zimmer und Wohnungen frei. Hier heißt es schnell sein, denn die besten Angebote sind sofort vergriffen!
Neben den üblichen Internetseiten wie wg-gesucht.de oder studenten-wg.de, wirst du vielleicht auf extraraum-aachen.de fündig oder auf dem schwarzen Brett vor der Fachschaft (siehe Punkt 4).
Übrigens: Solltest du anfangs noch kein Internet in der neuen Bleibe haben, kannst du dich mit deinen Geräten im kostenlosen Uni-WLAN einloggen und in den Lernräumen im UKA (siehe Punkt 8) in Ruhe surfen!

 

4. Die Fachschaft Medizin - oder „da, wo es immer Kaffee gibt!“

Als Fachschaft Medizin verstehen sich in der Regel alle an der RWTH eingeschriebenen Medizinstudierenden: das heißt, auch DU bist nun Teil der Fachschaft Medizin!
Meist wird mit Fachschaft jedoch der Raum im Uniklinikum auf Ebene 1, zwischen den Aufzügen C3 und C4 gemeint. Dort bist du jederzeit willkommen und triffst mit großer Wahrscheinlichkeit einen älteren Studenten an, den du mit deinen Fragen löchern kannst. Außerdem ist hier der Ursprung des duftenden Kaffees, den du zu zähen Zellbio-Vorlesungen mit in den Hörsaal bringen kannst.

 

5. Frag’ doch mal den Mark!

Als Referent für Erstsemesterarbeit steht dir Mark Pitsch mit Rat, Tat und Antworten auf nahezu all deine Fragen zur Verfügung. Während der ersten Wochen kümmert er sich zusammen mit den Tutoren um die Betreuung und Bespaßung der neuen Erstis.
Weiß selbst Mark einmal nicht weiter, kannst du dich jederzeit an „Papa“ Stefan Galow wenden, deinen Studienkoordinator fürs erste und zweite Semester. Ihn wirst du zunächst durch zahlreiche E-Mails und schließlich bei den Einführungsveranstaltungen kennenlernen. „Deine wichtigste Aufgabe ist erstmal anzukommen“, wird er dich immer wieder erinnern und maßgeblich dazu betragen, dass dir dies schnell gelingt.

 

6. Viele Busse führen … zum UKA

 

UKA - Foto: Sarah Sprinz


Glaubst du anfangs im Aachener Verkehrschaos verloren zu gehen, wirst du schon bald herausfinden, dass tatsächlich ein Großteil der städtischen Buslinien an der Uniklinik vorbeifahren. Mit den Linien 3A und 3B, 5, 45, 30, 32, 33, 70, 73 kannst du nichts falsch machen. Und zur Sicherheit gibt es die ASEAG App fürs Handy, die dir immer und überall die richtige Busverbindung heraussucht.
Übrigens: Mit deinem Semesterticket kannst du nicht nur die Busse in Aachen, sondern auch das gesamte Nahverkehrsnetz (Bus und Bahn) in Nordrhein-Westfalen nutzen!

 

7. Keine Panik vor Physik und Chemie

Zwar zählen die Naturwissenschaften zu den gefürchtetsten Klausuren im ersten Semester, doch zum Glück bietet die RWTH sogenannte Brückenkurse für diese beiden Fächer an. Montag- bis Donnerstagabend geben ältere Medizinstudenten Nachhilfekurse, in denen der Stoff der Vorlesungen und Praktika wiederholt und klausurrelevante Inhalte geübt werden.
Es empfiehlt sich, frühzeitig da zu sein, um sich einen Platz in den anfangs oft überfüllten Brückenkursen zu sichern und bis zur Klausur konsequent daran teilzunehmen. So sind Physik und Chemie sogar zu schaffen, wenn du diese Fächer in der Schule abgewählt haben solltest!

 

8. Nutze das AIXTRA

 

Punktion - Foto: Sarah Sprinz

 

Die Praktika zu Erster-Hilfe, Punktion oder Intubation während der Einführungswochen gingen dir einen Tick zu schnell? Du würdest das Gelernte gerne nochmal anwenden, oder einfach nur etwas klinische Luft auf der Durststrecke zum nächsten Semester schnuppern? Dann ab ins AIXTRA!
Die medizinischen Fakultät der RWTH bietet Medizinstudierenden die Möglichkeit, ihre praktischen Fertigkeiten im Aachener Skillslab zu üben – und das völlig kostenlos (eine Kurs-Kaution in Höhe von 5€ wird dir nach Teilnahme zurückerstattet).
Studenten ab dem fünften Semester erklären hier alles noch einmal ganz in Ruhe und in angenehm lockerem Rahmen bei einer Gruppengröße von vier bis acht Personen.
Anmelden kannst du dich ganz einfach online, nachdem du dich im AIXTRA-Büro im MTI (Wendlingweg 2) hast registrieren lassen. Ein tolles Angebot der Uni, das du zu schätzen lernen wirst!

 

9. BlueCard, Transponder und Co – der Schlüssel zum Glück

Mit deiner Immatrikulation wirst du deinen Studierenden- und Bibliotheksausweis, die sogenannte BlueCard der RWTH erhalten. Diese ist nicht nur schön blau, sondern dient außerdem als Essenskarte in der Mensa um bargeldlos zu bezahlen.
Als Medizinstudent wirst du hauptsächlich die Mensa Vita in unmittelbarer Nähe des Uniklinikums nutzen. Dort findest du Automaten, an denen du Geld direkt auf deine Karte einzahlen und den Kontostand checken kannst.
Dein Transponder bietet dir Zugang zu den Lernräumen im UKA. Diese wirst du vermutlich erst gegen Ende des Semesters regelmäßig nutzen. Die Räume eignen sich prima, um deinem möglicherweise lauten, oder ablenkenden Zuhause zu entfliehen und dort in Ruhe zu lernen. Wie du an deinen Transponder kommst, werden dir die Tutoren während der ersten Tage erklären.

 

10. Aachen – mehr als Printen und Dom

 

 

Kaiserstadt und Dreiländereck, jeder fünfte Einwohner ist Student. Aachen ist jung, europäisch und hat auch kulturell einiges zu bieten.
Die bestandene Chemie-Klausur wirst du bei Glühwein und Waffeln auf dem strahlenden Weihnachtsmarkt feiern und das Ende des ersten Semesters mit dem Karneval einläuten. Zahlreiche kleine Cafés und Geschäfte laden ein, die Freizeit in der Innenstadt zu verbringen – und ja, trotz Studium WIRST du Freizeit haben!


Was Aachen außerdem so zu bieten hat, kannst du hier nachlesen:

Ein freier Tag in Aachen

 

 

 

 

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