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  • Mona Herz
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  • 20.07.2012

Test: Welcher Lerntyp bin ich?

Jeder Medizinstudent entwickelt im Laufe des Studiums eine individuelle, für ihn besonders ertragreiche Art des Lernens. Verschwenden Sie keine Zeit damit, mühsam die Eigenheiten Ihrer persönlichen Lernmechanik zu erforschen! Checken Sie mit unserem Test bequem welcher Lerntyp Sie sind – und erfahren Sie, wie Sie am besten damit umgehen!

Die Lerntypen - Cartoon: Via medici, Susi Schaaf

Eigentlich müssen junge Mediziner alle dasselbe lernen. Die Lerninhalte sind strikt vorgegeben. Die Wege, auf denen sie sich für ihre Examina präparieren, sind allerdings so verschieden, dass man sich unwillkürlich fragt: Studieren die wirklich alle dasselbe? Die einen „fressen“ gierig Lehrbuch um Lehrbuch in sich hinein, vernachlässigen die Körperhygiene und vergessen ihr Handy an unzugänglichen Orten. Andere entwickeln eine Leidenschaft für überfallartige Panikanrufe bei Kommilitonen, mit denen sie dann ausgiebig die Untiefen unscharf gestellter IMPP-Fragen diskutieren. Wieder andere können erst dann mit dem Lernen beginnen, wenn sie ihr WG-Zimmer pikobello aufgeräumt, die Wäsche gebügelt, das WC geputzt und mit der (sonst ungeliebten) Erbtante telefoniert haben. Dann erst setzen sie sich an den Schreibtisch, schreiben ein paar Stichworte raus – und klappen nach fünf Minuten ihre Kurzlehrbuch wieder zu.

Ist das normal? Laut dem Lernbiologen Prof. Dr. Frederic Vester absolut! Er hat in den 1970er-Jahren postuliert, dass die Wahrnehmungskanäle, mit denen wir Informationen in unserem Gedächtnis abspeichern bei verschiedenen Personen auch verschieden leistungsfähig sind. Aus dieser Erkenntnis hat er vier Lerntypen abgeleitet: Der erste Lerntyp lernt hauptsächlich über den auditiven Wahrnehmungskanal, das bedeutet er kann sich Stoff am besten durch Hören und Sprechen einprägen. Der zweite Lerntyp nutzt den visuellen Kanal, er lernt durch Beobachten. Der dritte, haptische Lerntyp lernt durch Anfassen und Fühlen. Der vierte Lerntyp bedient sich des verbal-abstrakten Kanals – er lernt also über den Intellekt. Als Vester seine Theorie in seinem Werk „Denken, Lernen, Vergessen“ beschrieb, applaudierten die Pädagogen begeistert. Sein Buch wurde zu einer Art Bibel im Dschungel der Lernliteratur.

Doch ob diese Lerntypen genau so vorkommen, ist umstritten: Es gibt keine empirischen Erkenntnisse, die ihre Existenz beweisen. Zudem greift die Fokussierung auf die Wahrnehmungskanäle zu kurz. Aktuelle Lernexperten betonen, viel wichtiger für den Lernerfolg sei die Frage, mit welchen mentalen Methoden Wissen im Gedächtnis verankert wird – worauf wiederum Charakterzüge wie Ängstlichkeit, Kreativität oder Sozialkompetenz Einfluss nehmen. Deswegen haben wir unsere geballte Examens-Erfahrung von A (wie „in Anatomie durchgefallen“) bis Z (wie „am Zeitplan gescheitert“) gebündelt und eine neue Lerntypologie entworfen, die Vesters Ideen in die Lebenswirklichkeit von Medizinstudenten überträgt.

Mit dem folgenden Test kannst du prüfen, welchem Lerntyp in diesem System du entsprichst. Im Anschluss geben wir dir Tipps, wie du mit deinem persönlichen Lerncharakter ein maximales Lernergebnis erzielst. So geht’s: Kreuze pro Frage eine Antwort an und sammel die entsprechenden Symbole! Das Symbol, das du am häufigsten gewählt hast, führt dich in der Auswertung zu deinem persönlichen Lernprofil inkl. Gebrauchsanleitung. Achtung: Für das Lösen des Tests ist ein bisschen Selbstironie nicht verkehrt. Die entsprechenden Tipps sind aber sehr wohl ernst gemeint und fundiert. Viel Erfolg!

 

Der Test

 

1. Du hast in drei Tagen Examen und ein guter Freund ruft dich an, den du schon fünf Jahre nicht mehr gesehen hast. Er ist gerade zwei Tage in der Stadt und schlägt vor, sich abends auf ein Bier zu treffen. Wie reagierst du?

 

2. Was hast du in deiner Tasche, wenn du in die Bibliothek zum Lernen gehst?

 

3. Welches Motto passt zu dir?

 

4. Heute ist Prüfung! In der Früh reißt dich der Wecker aus dem Tiefschlaf. Wovon könntest du gerade geträumt haben?

 

5. Welche Arzt-Serie schaust du dir am liebsten an?

 

6. Wie merkst du dir deine Prüfungstermine?

 

7. Nach der Prüfung belohnst du dich mit einem Wochenende in Rom. Du warst noch nie in der italienischen Hauptstadt. Wie findest du dich in der fremden Stadt zurecht?

 

Hier geht's zur Auflösung!

 

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