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  • Praxisanleitung
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  • Priv.-Doz. Dr. med. Klaus Deichmann
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  • 01.12.2006

Die pädiatrische Aufnahmeuntersuchung (2)

Ein guter Beginn ist entscheidend für den weiteren Verlauf der Untersuchung. Zuerst müssen Sie das Vertrauen der Kinder gewinnen.

 

Der Untersuchungsbeginn

Das Geheimnis des Erfolgs einer "geordneten" Untersuchung beim Kind ist die Kontaktaufnahme mit dem Kind.

Nehmen Sie Kontakt mit dem Kind auf

 

Wer mit Stethoskop und Ohrenspiegel bewehrt und mit fliegendem weißen Kittel auf so ein kleines 3-jähriges Mädchen zustürmt, der wird kaum Vertrauen oder gar ein Lächeln erwarten können.

Bewegen Sie sich ruhig und zumindest anfangs gemächlich, und das gilt ganz besonders für Säuglinge. Nehmen Sie Kontakt auch und gerade mit dem Säugling auf! Nehmen Sie das Köpfchen in die Hand, reden Sie einige Sekunden ruhig mit dem Kind. So etwas stärkt das Vertrauen der Eltern, es beruhigt aber insbesondere den Säugling. Kein Kind ist zu klein, dass es nicht durch Ruhe und Ausstrahlung gewinnen würde!

Erklären Sie dem älteren Kind jeden Untersuchungsgang, und zwar vor der Durchführung. Sie erleichtern sich den Untersuchungsgang sehr. Schließlich: respektieren Sie die Privatsphäre des Kindes. Auch eine 8-jährige hat es nicht gerne, sich gleich splitterfasernackt ausziehen zu müssen.

Manchmal hilft es, eine Handpuppe zu Hilfe zu nehmen. Wenn "Freddy" in die Ohren sieht erfährt das eine viel höhere Akzeptanz als wenn dasselbe dieser blöde Doktor tut. Und vielleicht lässt Freddy Sie dann auch mal mitgucken?

 

Hier untersucht Freddy persönlich

Und wenn alle Stricke reißen? Dann muss man das Kleinkind eben doch kurz von Mutter oder Ambulanzschwester halten lassen und mit schnellem Griff in beide Ohren schauen. Das ist verletzungssicher, besser als lange Diskussionen und mit dem kleinen Trösterle am Ende nach wenigen Minuten wieder vergessen.

Weiter zur Untersuchung des Kindes

Jetzt wird es ernst: bei der Untersuchung des Kindes gibt es einiges zu beachten!

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