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  • Fotodokumentation
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  • Ulrike Rostan
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  • 08.01.2008

Plastische Operation am Kopf - Teil 5

Nun müssen nur noch die Seitennähte geklammert und die Spalthaut entfernt werden. Dann kommt die spannende Frage: Ist das Transplant groß genug?

Die Seitennähte sind geschlossen

 

Hier kann man erkennen, dass der Stiel-Schwenk-Lappen, der den Hinterkopf bis zum Scheitel bedeckt, gut durchblutet ist. Mittlerweile haben Dr. Fischer und Dr. Schober die Seitennähte des Lappens geklammert. Die "Dog-ears" bleiben bis auf Weiteres stehen, um die Durchblutung nicht zu gefährden. Unter den Nähten ist beidseits ein Redonschlauch angebracht.

 

Die Spalthaut wird entfernt

 

Erst jetzt machen sich die Ärzte daran, die Spalthaut von der Stirn zu entfernen. Dabei achten sie sorgfältig auf die Erhaltung einer dünnen Weichteilschicht über dem Knochen.

 

Ist Transplantat zu klein?

 

12:20 Uhr: Sobald sie damit fertig sind, legen sie das Hautstück aus dem Oberarm auf und beginnen damit, die Nähte zu schließen. Für den unbeteiligten Zuschauer stellt sich die bange Frage, ob das Transplantat zu klein ausgefallen ist.

Nein, es passt!

 

Doch hier zeigt sich die Erfahrung der Ärzte, die in aller Seelenruhe und ohne Hektik einen Knoten nach dem anderen knüpfen und das Transplantat perfekt einsetzen. Dabei knüpfen sie die Fäden zuerst an allen vier Ecken zusammen, bevor sie die Seiten miteinander verbinden.

 

Fettgaze soll verhindern, dass der Verband anklebt

 

Die Redons werden angeschlossen, ein passendes Stück Schaumstoff für die Stirn ausgeschnitten. Ein Stück Fettgaze auf dem Hauttransplantat soll verhindern, dass der Verband anklebt.

 

Der Schaumstoff wird mit Fäden befestigt

 

Rings um das Rechteck haben die Ärzte noch Fäden vorgesehen, mit denen sie nun den Schaumstoff befestigen.

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