• Allgemeinanästhesie beim Kaninchen

     

Vorbereitung des Kaninchens auf eine Allgemeinanästhesie – Wie Sie das Narkoserisiko senken können

Die Allgemeinanästhesie des Kaninchens ist anspruchsvoller und mit einem höheren Risiko verbunden als bei Hund und Katze. Der Beitrag gibt wichtige Informationen, wie Sie das Narkoserisiko durch eine gute Vorbereitung des Patienten reduzieren können.

Die Zahl der vorgestellten Kaninchen in der Praxis nimmt immer weiter zu. Die Bereitschaft bzw. der Wunsch der Patientenbesitzer, therapeutisch alles erdenklich Mögliche durchzuführen, steigt immer mehr. Gleichzeitig gilt das Heimtier bei vielen Tierärzten als ein extrem hoher Risikopatient bei einer Allgemeinanästhesie und stellt viele Kollegen vor eine große Herausforderung. So bestätigen auch Studien, dass die anästhesiebedingte Todesrate bei Heimtieren zurzeit noch deutlich höher ist (1,39%) als bei Hund (0,17%) und Katze (0,24%).

Mit den richtigen Vorbereitungen des Heimtiers auf eine Anästhesie lässt sich das Narkoserisiko bereits deutlich verringern:

  • Ausschalten möglichst vieler Risikofaktoren
  • individuell angepasste Protokolle
  • gutes Monitoring während der Anästhesie

Viele Faktoren führen dazu, dass die Allgemeinanästhesie beim Heimtier anspruchsvoller und risikoreicher ist als bei Hund und Katze. Heimtiere sind sehr stressempfindlich, sie reagieren bei den geringsten Veränderungen mit einer sehr starken Katecholaminausschüttung und weisen eine geringe therapeutische Breite gegenüber Anästhetika auf. Hinzu kommen anatomische Gegebenheiten, die eine Anästhesie zur Herausforderung werden lassen.

Präanästhetische Untersuchung

Allgemeinuntersuchung

Vor jedem Eingriff ist eine sorgfältige Anamnese zu erheben und eine gründliche Allgemeinuntersuchung durchzuführen. So kann der Allgemeinzustand eines jeden Patienten ermittelt und bei elektiven Eingriffen vor der Anästhesie mittels adäquater Therapie verbessert werden.

 

MERKE

Auf das kardiovaskuläre und das respiratorische System ist dabei besonderes Augenmerk zu legen.

Herz und Lunge

Viele Kaninchen leiden an subklinischen Atemwegsinfektionen. Diese können während der Narkose, aufgrund eines vermindert funktionalen Lungengewebes, zu einer respiratorischen Insuffizienz führen. Für die Auskultation des Herzens und der Lunge muss sich genügend Zeit genommen werden. Aufgrund der sehr hohen Herz- und Atemfrequenz ist es bei den Heimtieren meist sehr schwierig Unregelmäßigkeiten zu hören.

Dehydratationszustand

Der Dehydratationszustand sollte ebenfalls vor der Anästhesie ermittelt werden. Dies ist wichtig, um die Tiere ggf. vorher noch ausreichend mit Infusionen zu stabilisieren und um eine adäquate Flüssigkeitstherapie in der OP einstellen zu können.

 

Lesen Sie hier den gesamten Beitrag: Vorbereitung des Kaninchens auf eine Allgemeinanästhesie – Wie Sie das Narkoserisiko senken können

Aus der Zeitschrift: kleintier.konkret S 01/2019

Call to Action Icon
kleintier.konkret kennenlernen Jetzt kostenlos testen!

Newsletter Tiermedizin

Quelle

Kleintier konkret
Kleintier konkret

EUR [D] 89,00Zur ProduktseiteInkl. gesetzl. MwSt.

Buchtipps

Kleintiere stressarm behandeln
Barbara Schneider, Dorothea Döring, Daphne KetterKleintiere stressarm behandeln

Handling – Beratung – Praxisgestaltung

EUR [D] 41,99Zum Warenkorb hinzufügenInkl. gesetzl. MwSt.

AnästhesieSkills
Eva Eberspächer-SchwedaAnästhesieSkills

Perioperatives Management bei Klein-, Heim- und Großtieren

EUR [D] 59,99Zum Warenkorb hinzufügenInkl. gesetzl. MwSt.