Von-Willebrand-Erkrankung (von-Willebrand-Syndrom) beim Hund

Definition

  • Mangel oder eine Abnormalität des von-Willebrand-Faktor
  • vererbte Form
    • häufigste vererbte Gerinnungsstörung beim Hund in den USA
    • über 50 Hunderassen
    • insbes. Dobermann
  • erworbene Form
    • sehr selten
    • z. B. bei Mitralklappeninsuffizienz

Symptome

  • asymptomatisch möglich
  • primäre Hämostasestörung
    • Epistaxis
    • gastrointestinale Blutungen
    • verstärktes Bluten bei
      • Zahnwechsel
      • Läufigkeit
      • Operationen
      • Traumata
    • sehr selten Petechien
  • Blutungsneigung unterschiedlich je nach von-Willebrand-Faktor-Konzentration (vWF:Ag) und Multimerstruktur
    • Typ I
    • autosomal rezessiv vererbt?
    • am häufigsten
    • zahlreiche Rassen, bes. Dobermann
    • vWF:AG im Plasma: < 50 % (< 25-40 % Blutungsgefahr)
    • Multimerstruktur: normal
    • Klinik: variabel, abhängig vom vWF:Ag
    • Typ II
    • Vererbung unbekannt
    • v.a. Dt. Kurzhaar und Dt. Drahthaar
    • vWF:AG im Plasma: < 50 % (meist < 15 %)
    • Multimerstruktur: abnorm (große Multimere fehlen)
    • Klinik: schwere Blutungsneigung
    • Typ III
    • autosomal rezessiv vererbt?
    • Rassen
      • Chesapeake Bay Retriever
      • Schottischer Terrier
      • Sheltie
      • Dutch Kooiker
    • vWF:AG im Plasma
      • < 1 % (bei Homozygoten)
      • < 50 % (bei heterozygoten Trägern)
    • Multimerstruktur: wenig oder keine Multimere vorhanden
    • Klinik: schwere Blutungsneigung (Träger asymptomatisch oder ggr. Symptome)
  • von-Willebrand-Erkrankung-ähnliche Symptome durch Beeinträchtigung der Thrombozyten-Funktion durch
    • Erkrankungen
    • Medikamente
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