Vitamin-K-Mangel, Vitamin-K-Antagonismus beim Hund

Ätiologie

  • Aufnahme von Mäuse- oder Rattengiften (Kumarinderivate = Vit-K-Antagonisten
    • hemmen das Enzym Vit-K-Epoxid-Reduktase
    • Vit K kann aus der unwirksamen Epoxidform nicht wieder in die aktive Form überführt werden
    • Auftreten klinischer Zeichen
      • erst nach „Erschöpfung“ der Vit-K-Speicher
      • nach etwa 3-4 Tg.
    • Wirkung der Kumarinderivate ist abhängig von ihrer Halbwertszeit und der Dosis
      • Kumarinderivate der 1. Generation (z. B. Warfarin) werden rasch inaktiviert (1-6 Tg.)
      • Rodentizide der 2. Generation bleiben lange aktiv (2-4 [10] Wo.)
        • Diphacinone
        • Brodifacoum
        • Bromadiolone
  • sekundärer Vit-K-Mangel
    • bei extrahepatischer Gallengangobstruktion (Malabsorption der fettlöslichen Vitamine)
    • bei ungenügender gastrointestinaler Digestion und Absorption aufgrund
      • exokrine Pankreasinsuffizienz
      • infiltrative Erkrankungen

Symptome

  • nach leichten Verletzungen
    • anhaltende schwere Blutungen
    • Hämatome
  • spontane Blutungen
    • Körperhöhlenblutungen
      • Hämothorax
      • Hämoabdomen
    • Lungenblutungen
    • Gelenkblutungen
    • gastrointestinale Blutungen
  • je nach Schweregrad der Blutung
    • Anämie
    • regionale Symptome je nach Lokalisation der Blutung auf (z. B. Dyspnoe und Hüsteln bei Hämothorax bzw. Lungenblutungen)
    • akute Todesfälle möglich bei
      • Gehirnblutungen
      • akuter Blutung ins Perikard (Herztamponade)
      • Hämothorax
  • teilweise Dominanz der Symptome der Grundkrankheit, z. B. einer Hepatopathie
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