Trichuriose, Peitschenwurmbefall beim Hund

Definition und Ätiologie

  • Erreger:
    • Trichuris vulpis , Peitschenwurm
    • Ordnung Enoplida, Familie Trichuridae
    • bei Hunden, Füchsen und anderen Kaniden weltweit
    • dicker Hinterleib, haarfeiner Vorderteil (peitschenartige Form)
    • Länge der Männchen: ca. 4,9–5,5 cm
    • Länge der Weibchen: 6,5–7,0 cm
    • zitronenförmigen Eier:
      • längs- und quer symmetrisch
      • glatt- und dickschalig
      • bräunlich
      • besitzen zwei Polpfröpfe
  • Adulte parasitieren vor allem im Caecum, teilweise auch im Colon
  • Weibchen legen bis 20000 Eier pro Tag → Ausscheidung über den Kot
  • in feuchter, warmer Umgebung: Entwicklung der infektiösen L1 in den Eiern innerhalb von ca. 6 Wo.
  • Infektion: oral durch Aufnahme der L1-haltigen Eier
  • im Dünndarm: Schlupf der L1
  • Entwicklung während einer histotropen Phase und Wanderung zum Caecum über 4 Häutungen zu adulten Stadien
  • Präpatenz 9-13 Wo.
  • Lebensdauer bis zu 16 Mo.

Pathogenese und Symptome

  • Adulte bohren sich mit dem langen Vorderende im Caecum in die Darmschleimhaut ein
    • katarrhalische Entzündungen
    • petechiale Blutungen
    • Ödembildung
  • bei starkem Befall:
    • hämorrhagische Typhlitis oder Kolitis
  • geringer Befall
    • → selten klinische Symptome
  • stark infizierte Tiere:
    • Erbrechen
    • Anorexie
    • schmerzhaftes Abdomen
    • Abmagerung
    • Dickdarmdurchfall, evtl. mit frischem Blut und Schleim durchsetzt
  • in schweren Fällen:
    • Dehydration und schwere Elektrolytveränderungen
    • bei massivem Blutverlust: Anämie

 

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