Listeriose beim Hund

Definition und Ätiologie

  • Erreger:Listeria monocytogenes
  • grampositives, fakultativ anaerobes begeißeltes Stäbchen
  • ubiquitär verbreitet:
    • in Mischkulturen mit Enterobakterien im Kot von Haustieren und Menschen
    • in verunreinigtem Erdreich und Wasser
    • in rohen Fleisch- und Milchprodukten, wächst bei Kühlschranktemperaturen
  • mindverschiedene Serovare, nur wenige pathogen
  • Hunde erkranken selten an Listeriose
  • bei Wiederkäuern: meldepflichtig

Pathogenese

  • Infektion durch Aufnahme von kontaminiertem Futter, v. a. Fleisch, Fisch und Milchprodukten
  • Inkubationszeit: 11–70 Tg.
  • Penetration der intestinalen Mukosa →
    • Bakteriämie und Ansiedlung in verschiedenen Organen
    • insbes. ZNS und Plazenta
  • Listerien gelangen über die Gehirnnerven V, VII, IX und X ins Stammhirn
  • pathogene Serovare halten sich intrazellulär in Makrophagen auf → Schutz vor der humoralen Immunantwort
  • → in vielen Organen Mikroabszesse
  • auch latente Listerien-Träger und Ausscheider mögl.

Symptome

  • häufig:
    • Fieber
    • Diarrhoe
    • Vomitus
  • gelegentlich infolge Meningitis und Enzephalitis:
    • Kreisbewegungen
    • Hemiparese
    • Depression
    • propriozeptive Defizite
    • reduzierte Flexorreflexe
  • weitere Symptome:
    • Konjunktivitis und dolentes Abdomen
    • Abort und Totgeburten
  • Laborwertveränderungen:
    • Leukozytose
    • Anämie
    • Panzytopenie
    • bei Leberbeteiligung: Leberenzymanstieg
    • im Liquor: evtl. Pleozytose mit Vermehrung der mononukleären Zellen

 

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