Isosporose und andere Kokzidiosen beim Hund

Definition und Ätiologie

Allgemeines

  • Erreger:
    • Eimeridae ( Isospora , syn. Cytoisospora) und
    • Sarcocystidae (Hammondia, Sarcocystis, Neospora)
  • Hunde: Endwirte
  • zystenbildende Arten:
    • Hammondia heydorni, Sarcocystis spp. und Neospora caninum
    • seltenen Fällen mit selbstlimitierendem Durchfall assoziiert
    • verlaufen meistens symptomlos (in der Folge wird nicht weiter auf diese Arten eingegangen)
  • symptomatische Infektionen mit Isospora-Arten:
    • vor allem bei Junghunden unter 6 Mo.
    • asymptomatische Infektionen auch bei älteren Tieren

Isospora-Arten

  • Vermehrung:
    • intrazellulär
    • über mehrere Merogonien
    • anschließend Gamogonie
  • unsporulierte Oozysten
    • werden mit Kot ausgescheiden →
    • sporulieren innerhalb weniger Tg. in der Außenwelt
    • bleiben über Monate in feuchter Umgebung infektiös
  • Entwicklung:
    • direkt (monoxen)
    • fakultativ können paratenische Wirte (verschiedene Säuger) eingeschaltet sein (Dormozoiten-Stadien persistieren hier)
  • Präpatenz nach Aufnahme sporulierter Oozysten:
    • I. ohioensis 6–7
    • I. canis 10–12 Tg.
  • Patenz:
    • I. ohioensis ca. eine Woche
    • I. canis zwei Wochen

Symptome

  • leichtgradige Infektionen: oft symptomlos
  • bei Jungtieren mit massiven Infektionen
    • während ungefähr einer Woche
      • dünnbreiiger, stark wässriger und selten blutig-wässriger Durchfall
      • Fieber
      • Inappetenz
      • Apathie
    • massive Zerstörung des Darmepithels → hämorrhagische Enteritis → kann zum Tode führen
  • im Verlauf der Infektion → Immunität → Schutz vor Erkrankungen, ohne jedoch die Oozystenausscheidung vollständig zu unterdrücken

 

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