Histoplasmose beim Hund

Definition und Ätiologie

  • Erreger: Pilzart Histoplasma capsulatum
  • systemische Infektionskrankheit
  • Verbreitung: feucht-warme Gegenden (Süd-, Mittel- und Teile Nordamerikas [z. B. Ohio, Missouri, Einzugsgebiete des Mississippi], Indonesien und Afrika)
  • Infektionen in Europa außerordentlich selten
  • dimorpher Pilz:
    • wächst saprophytisch in humösen, stickstoffreichen Böden als „Fadenpilz“
    • bildet dort infektiöse Sporen

Pathogenese

  • Sporen (2–5 µm) inhalierbar
  • aufgrund der Körpertemperatur hefenartiges Wachstum
  • Pilzzellen (2–4 µm) werden von Alveolarmakrophagen phagozytiert → Absiedelung in andere Organe
    • Leber
    • Milz
    • Gastrointestinaltrakt
    • Knochen
    • Knochenmark
    • Haut
    • Augen
  • Inkubationszeit: 12–16 Tg.

Symptome

Manifestation in 3 Formen:

  1. asymptomatische Form:
    • häufigste Verlaufsform
    • in endemischen Gebieten 80 % der Hundepopulation im Intrakutantest positiv
  2. respiratorische Form:
    • symptomatisches Spektrum breit
    • bis hin zu schwersten Lungenerkrankungen.
  3. disseminierte Form:
    • Streuung der Erreger in verschiedene Organe.
    • Klinische Zeichen:
      • Diarrhoe
      • innere Blutungen
      • Hypoalbuminämie
      • Gewichtsverluste
      • Thrombozytopenie
      • Fieber
      • Lymphadenopathie
      • Leber- und Milzvergrößerung
      • respiratorische Symptome
      • Pleura- und Peritonealergüsse
    • selten sind Knochensystem, Augen, Haut oder ZNS betroffen

 

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