Giardiose beim Hund

Definition und Ätiologie

Erreger

  • Giardia duodenalis
    • Synonyme u. a. G. intestinalis, G. lamblia
    • parasitiert bei vielen Wirbeltieren, einschließlich des Menschen
    • morphologisch identische Gruppen (A–G) mit verschiedenen Genotypen
  • beim Hund: Genotypen aus den Gruppen A, B, C und D
  • Trophozoiten:
    • 9–21 × 5–12 µm groß
    • vermehren sich frei im Darm durch Zweiteilung
  • monoxener Lebenszyklus
  • Übertragung: orale Aufnahme der Zysten (8–15 × 7–10 µm groß) aus der Umwelt

Epidemiologie

  • weltweite Verbreitung
  • in Europa: bei 0,3–36 % der Hunde und Katzen patente Infektionen nachgewiesen, abh. Von
    • Population
    • Altersstruktur
    • Untersuchungsmethode
  • besonders hohe Prävalenzen:
    • Hunde in landwirtschaftlichen Betrieben
    • Welpen (Inzidenz während des ersten Lebensjahres ca. 70 %)
  • ältere Hunde scheiden signifikant weniger häufig Giardien aus

Symptome

  • oft symptomlos
  • besonders bei Jungtieren:
    • katarrhalische Entzündung des Duodenums und Jejunums
    • Villusatrophie und vermehrte Desquamation von Epithelzellen
    • → Malabsorption und Maldigestion sowie eine hartnäckige, intermittierende Diarrhoe
    • Kot:
      • voluminös
      • dünnbreiig bis wässrig
      • ranzig riechend
      • enthält oft vermehrt Schleim und Fett (Steatorrhoe)
      • seltener auch Blutbeimengungen
    • zunehmende Abmagerung bei erhaltenem Appetit

 

Weiterlesen… Details zu Diagnostik, Therapie und Prognose finden Sie im VetCenter!
VetCenter 14 Tage testen! Kostenlos und unverbindlich. VetCenter im Webshop Zugang dauerhaft sichern