• Kardiomyopathie

     

Die feline hypertrophe Kardiomyopathie

Katzen sind Meister im Verstecken ihrer Symptome. Bei welchen Patienten sollte der behandelnde Tierarzt dennoch frühzeitig an ein Herzproblem denken und welche Untersuchungen sind bei einem Verdacht hilfreich?

Der Begriff „Kardiomyopathie“ beschreibt eine Gruppe von primären Herzmuskelerkrankungen, deren Auslöser auf zellulärer Ebene im Herzmuskel liegt. Die hypertrophe Kardiomyopathie (HKM; engl. hypertrophic cardiomyopathy: HCM) ist dabei die häufigste feline Herzmuskelerkrankung. Gekennzeichnet ist die HCM durch eine Verdickung oder konzentrische Hypertrophie der Kammermuskulatur. Die Erkrankung wird auch beim Menschen beobachtet und ist hier bei unter 35-jährigen Hauptursache für plötzliche Todesfälle während sportlicher Aktivitäten. Bei Hunden ist die primäre HCM dagegen äußerst selten.

Ätiologie und Pathogenese

Die HCM ist eine primäre Kardiomyopathie, deren Hauptmerkmal eine Kammerwandverdickung oder konzentrische Hypertrophie ist. Primär bedeutet, dass die Ursache für die Veränderung im Herzmuskel selbst liegt.

Im Gegensatz dazu steht die sekundäre Kardiomyopathie oder besser sekundäre Hypertrophie. Sekundäre Konditionen, die zu einer Verdickung der Kammermuskulatur führen können, sind

  • Aortenstenose
  • systemische Hypertension
  • Hyperthyreose
  • Akromegalie (selten)
Eine Dehydratation kann zu einer sog. Pseudohypertrophie führen. Das echokardiografische Bild gleicht dem einer HCM, nach Rehydrierung des Patienten finden sich jedoch normale Kammerdimensionen.

Ursache für die HCM ist ein Gen-Defekt, der eine strukturelle und funktionelle Dysfunktion kardialer Sarkomere hervorruft. Der Gen-Defekt ist entweder hereditär familiär bedingt oder resultiert aus einer spontanen De-novo-Mutation. Beim Menschen sind etwa 66 % hereditär familiär, entsprechende Zahlen bei der Katze liegen nicht vor, dürften aber ähnlich sein. Beim Menschen sind über 250 verschiedene Gen-Defekte als Ursache für die HCM beschrieben.

Lesen Sie hier den gesamten Beitrag: Die feline hypertrophe Kardiomyopathie

Aus der Zeitschrift veterinärSPIEGEL 3/2014

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