• Katzenkrankheit

     

Diätkonzepte bei Nieren- bzw. Magen-Darm-Erkrankungen der Katze

Selbst zubereitete Rationen sind auch für Katzen eine gute Möglichkeit, eine ausbalancierte Ernährung zu bekommen. Wichtig ist, auf Basis der Bedarfswerte die Rationen zu überprüfen. Bei nierenkranken Katzen ist besonders auf niedrige Phosphor- und ausreichende Eiweißversorgung zu achten. Aus Sicht der TCM ist bei der Diät zwischen Nieren-Yin- und Nieren-Yang-Mangel zu unterscheiden. Bei Magen-Darm-Erkrankungen sind hoch verdauliche Diäten zu füttern, die die Protein- und Wasserversorgung sicherstellen. Aus TCM-Sicht ist zwischen verschiedenen Symptomatiken zu unterscheiden, und es sind angepasste Diäten zu füttern.

Selbst zubereitete Rationen für Katzen sind bisher noch nicht weit verbreitet. Nur ca. 3–4 % der Katzenhalter stellen das Futter für ihre Katze selbst zusammen. Dabei ist der Protein- und Energiebedarf zu beachten. Die Rationen benötigen Fett- und Ballaststoffe sowie eine bedarfsgerechte Versorgung mit Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen.

Wenn Katzen Beutetiere fressen, nehmen sie Arginin über die Muskulatur, Arachidonsäure über das tierische Fett, Vitamin A über die Leber und Rohfaser über den Darminhalt der Beutetiere auf. Rohfaser kann in der Ration über Gräser, Kräuter oder über Gemüse (geraspelt, püriert und gekocht) zugeführt werden. Der hohe Taurinbedarf von Katzen (50 mg/kg KG/Tag) muss durch Zufuhr von Taurin gedeckt werden. Spurenelemente und Jod sollten in nahezu jeder selbstzubereiteten Ration bedarfsgerecht eingesetzt werden. Für die Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren eignen sich Fischöle, Leinöle und Walnussöle.

Das Zusammenstellen der Futterkomponenten hängt auch von Alter, Gewicht, Gesundheitszustand und Aktivität des Tieres ab. Die genauen Bedarfszahlen können den Werten des NRC 2006 entnommen werden. Selbst zubereitete Nahrung, egal ob roh oder gekocht, entspricht nicht automatisch einer bedarfsgerechten Fütterung. Daher sollten solche Rationen rechnerisch überprüft werden, um Über- und Unterversorgungen zu vermeiden.

Barfen bei Katzen

Die Rohfütterung von Fleisch und Innereien mit Gemüsen, Ölen und Kräutern hat inzwischen auch bei Katzen Einzug gehalten, aber noch nicht den Stellenwert wie bei Hunden erreicht. Viele Katzen bevorzugen warmes Futter, denn Katzen lieben bei der Futteraufnahme eine Temperatur von ca. 30–37 °C, wie sie es auch von ihren Beutetieren gewohnt sind.

Für die Zusammensetzung der Barf-Rationen gelten die gleichen Empfehlungen wie bei gekochtem Futter. Prinzipiell sollte man Katzen nicht zum Barfen „überreden“, indem man das dargebotene Rohfutter mit Köstlichkeiten mischt. Wenn aus diätetischen Gründen selbstgemachte Rationen verfüttert werden müssen, kann das rohe Futter bei 65 °C im Backofen 10 Minuten vorgegart werden. Das Erwärmen führt zu einer Freischaltung von Geschmacksstoffen, die die Akzeptanz des Futters bei vielen Katzen erhöhen.

Katzen, die bisher ausschließlich mit Dosen- oder Trockenfutter ernährt wurden, lassen sich in der Regel meist nur schwer umstellen, da die Futterprägung bereits in den ersten Lebensmonaten stattfindet. Hat man es versäumt, die Katze frühzeitig an unterschiedliche Futtersorten zu gewöhnen, ist es oft schwierig, selbst zubereitete Rationen zu verfüttern. Dies gilt sowohl für gekochtes als auch für rohes Futter.

Lesen Sie den gesamten Beitrag hier: Diätkonzepte bei Nieren- bzw. Magen-Darm-Erkrankungen der Katze

Aus der Zeitschrift: Zeitschrift für Ganzheitliche Tiermedizin 03/2014

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