Canine virale Papillomatose

Definition und Ätiologie

  • Erreger:
    • hundespezifisches canines orales Papillomavirus (COPV)
    • kleine unbehüllte doppelsträngige DNA-Viren der Familie der Papillomaviridae
  • typischerweise beim Junghund (< 2 J.) auftretend
  • multiple, gutartige Zubildungen auf der Schleimhaut, selten auf der Haut
  • kommen bei vielen Tierspezies sowie beim Menschen vor (bereits über 100 verschiedene humane Papillomaviren bekannt)
  • i. d. R. multiples Auftreten
  • einzeln auftretende Papillome sind oft nicht-infektiös bedingt
  • virale Papillomatose beim adulten Hund: meistens auf Immunsuppression zurückzuführen
  • Ciclosporin kann zu ähnlichen Läsionen führen
  • sog. invertierte Papillome
    • entstehen ebenfalls durch Papillomaviren
    • kommen auch beim adulten Hund vor
    • runde Papeln bis hin zu Knötchen mit Durchmessern von wenigen Millimetern bis 2 cm

Symptome

  • kleine, zunächst blass-rosa oder weißen Papeln werden zu 0,5–1 cm (selten bis zu 2 cm) großen, unregelmäßigen, z. T. blumenkohlartigen Läsionen
  • Lokalisation
    • i.d.R. in der Maulhöhle oder an den Lippen
    • gelegentlich auch an Augenlidern, Ballen oder am Abdomen
    • auch im Oesophagus sind → Anorexie und Erbrechen bzw. Regurgitieren
  • bakterielle Sekundärinfektionen möglich

 

Weiterlesen… Details zu Diagnostik, Therapie und Prognose finden Sie im VetCenter!
VetCenter 14 Tage testen! Kostenlos und unverbindlich. VetCenter im Webshop Zugang dauerhaft sichern