Campylobakteriose beim Hund

Definition und Ätiologie

  • Infektion mit Campylobacter (C) spp.
  • aerobe/mikroaerophile, gramnegative, spiralenförmige, bewegliche Stäbchen
  • Kommensalen der Mundhöhle, des Genitaltraktes und Darmes
  • als Saprophyten auch in der Umwelt
  • C. pylori früher: Campylobacter zugeordnet, heute Gattung Helicobacter
  • wichtig: C. jejuni und C. upsaliensis

Pathogenese

  • Infektion:
    • fäkal-oral
      • durch ungenügend Gekochtes, Hühnerfleisch, Leber, Kutteln oder Milch enthaltendes Futter
      • über kontaminiertes Wasser
    • Aufnahme von Campylobacter-Trägern (Vögel, Würmer, Arthropoden) möglich
  • Junghunde erkranken besonders häufig:
    • noch keine schützenden Antikörper
    • oft von synergistisch wirkenden darmpathogenen Erregern wie z. B. z. B. Toxocara, Giardien, Parvo- undCoronaviren betroffen
  • C. jejuni : Virulenzfaktoren
    • Enterotoxine
    • Zytotoxine
    • Adhärenzfaktoren

Symptome

  • adulte Hunde oft symptomlose Träger
  • Durchfallsymptome insbes. bei Hunden < 6 Mo.
  • Prädisponierend:
    • zusätzliche Krankheiten
    • Stress
    • Trächtigkeit
    • Operationen
  • Variable Symptome:
    • meist akuter (gelegentlich chronischer) breiiger bis wässriger Durchfall, z. T. mit Blut- und Schleimbeimengungen
    • Anorexie
    • Vomitus
    • Fieber
    • Leukozytose
    • extragastrointestinale Symptome selten (Cholezystitis, Sepsis)
    • Ausnahmsweise Abort
  • Durchfälle heilen meist spontan innerhalb von 10 Tg.,
  • bei wiederholter Infektion → Darmimmunität

 

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