• Patella

     

Konventionelle Röntgendiagnostik der Patella: Einstelltechnik, Tipps und Tricks

Bei Arbeit, Sport und Spiel kann es passieren. Ein plötzlicher Schmerz im Knie, ein Sturz oder Ähnliches. Eine der möglichen Ursachen ist eine Verletzung, Beeinträchtigung oder Beteiligung der Patella. Um hier Klarheit zu schaffen, sind meist spezielle Röntgenaufnahmen notwendig. In diesem Artikel werden Patella tangential, Patella Defilée und Patella nach Merchant vorgestellt. Es wird auf die richtige Einstellung, Fehler und deren Behebung eingegangen.

Anatomie

Das Knie ist ein Dreh-Scharnier-Gelenk. Die am Gelenk beteiligten Knochen sind Femur und Tibia. Angrenzend befinden sich noch die Articulatio tibiofibularis und die Gelenkverbindung zur Patella (Articulatio femoropatellaris). Es wird von Bändern, Muskeln und Sehnen gehalten und stabilisiert. Vornehmlich sind das die Kreuzbänder, die Seitenbänder, der M. quadriceps, die Quadrizepssehne und die Patellasehne. 

Die Patella, das größte Sesambein des menschlichen Körpers, ist hierbei ein sehr wichtiger Gelenkteil. Sie ist in die Sehne des M. quadriceps eingebettet und fungiert als „Umlenkrolle“, um bei der Kniebeugung den Zug des M. quadriceps umzulenken. Dadurch wird zum einen die Sehne geführt und der Widerstand verringert, wenn die Sehne über den Knochen gleitet, zum anderen erhöht sich die Kraftwirkung über den verlängerten Hebelarm. Nach distal ist sie über die Patellasehne mit der Tibia verbunden.

Die Form der Patella ist von vorne betrachtet scheibenförmig. Von axial betrachtet entsteht der Eindruck eines Keils. Am Femur zeigt sich ventral eine Rinne zwischen den Kondylen. In dieser Rinne, dem sog. Gleitlager oder Facies patellaris, gleitet die Patella bei der Beugung und Streckung über den Femur.

Nach proximal weist die Patella eine breitere Kante, die Basis patellae, und nach distal eine Spitze, die Apex patellae, auf. Die Rückseite, die Facies posterior, ist mit Knorpel überzogen und erleichtert dadurch die Gleitfähigkeit. An der Basis setzt der M. quadriceps mit der Quadrizepssehne an. Er besteht aus 4 Anteilen:

  • Rectus femoris
  • Vastus intermedius
  • Vastus lateralis
  • Vastus medialis

An der Apex setzt die Patellasehne an. Der Vastus medialis ist maßgeblich daran beteiligt, dass die Patella auf ihrer Bahn gehalten wird.

Bei der knöchernen Ausbildung der Patella können verschiedene Ausformungen auftreten. Eine eher flache Form kann zu Problemen führen und einen stabilen Lauf im Gleitlager beeinträchtigen. Sie werden eingeteilt nach Wiberg.

Neben solchen anlagebedingten Unterschieden gibt es weitere individuelle Unterschiede, die meist anlagebedingt oder Folge eines Traumas sind, z. B.:

  • degenerative Veränderungen
  • Verletzungen oder Frakturen
  • Patelladysplasie
  • Patella partita
  • Osteochondrosis dissecans

Lesen Sie hier den gesamten Beitrag: Konventionelle Röntgendiagnostik der Patella: Einstelltechnik, Tipps und Tricks

Aus der Zeitschrift Radiopraxis 2/2016

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