• Hüftgelenkarthrose

     

Moderne radiologische Bildgebung der Arthrose des Hüftgelenks

Die Hüftgelenkarthrose ist bei Erwachsenen die häufigste Erkrankung des Hüftgelenks mit hohen sozioökonomischen Auswirkungen. In dieser Übersicht werden die Wertigkeiten der Modalitäten Projektionsradiografie, Computertomografie und Magnetresonanztomografie (MRT) in der Diagnostik der Hüftgelenkarthrose diskutiert.

Man kann die Coxarthrose in primäre und sekundäre Formen unterteilen. Dabei stellt die Diagnose einer primären Coxarthrose eine Ausschlussdiagnose dar, denn sie wird auch als idiopathische Form beschrieben und ihre Ursache ist unbekannt. Primäre Coxarthrosen sind damit eine sehr heterogene Gruppe, deren Diagnose nicht auf einzelnen radiologischen oder klinischen Befunden fußt, sondern auf einer Kombination typischer Klinik und Bildgebung. Im Gegensatz dazu ist die Ursache der sekundären Coxarthrose bekannt. Häufige Ursachen sind Traumen bzw. der Z.n. Frakturen, Osteonekrosen, Dysplasien/Fehlstellungen, Entzündungen und das femoroacetabuläre Impingement (FAI). Neben der Einteilung in primäre und sekundäre Formen können bei Arthrosen generell umschriebene Arthrosen, die eher auf ein erworbenes Geschehen wie Überlastung oder Trauma hindeuten, und symmetrische bzw. multifokale Arthrosen differenziert werden, wobei letztere eher auf eine genetische, systemisch-metabolische oder auch umweltbedingte Ursache hindeuten. Beispielsweise spricht die deutlich reduzierte Inzidenz der Coxarthrose in der asiatischen und schwarzafrikanischen Bevölkerung ebenfalls für eine genetische bzw. umweltbedingte Mitursache. Klinisch äußert sich eine Coxarthrose mit folgenden Leitsymptomen: Schmerz, Hinken, eingeschränkte Gehstrecke, Gelenkerguss, Bewegungseinschränkung, „Anlaufsteifigkeit“, Beinverkürzung, zunehmende Deformierung und Fehlstellung, sowie zunehmende Muskelschwäche bzw. -verschmächtigung. Auffällig ist bisweilen eine Diskrepanz zwischen radiologischem Befund und Klinik, so können Patienten mit ausgeprägten radiologischen Veränderungen nur milde Symptome haben und Patienten mit leichten Röntgenbefunden über starke Schmerzen klagen. Aus dem Gesagten folgt, dass die Diagnose Coxarthrose und vor allem die Therapieindikation nur in Zusammenschau von radiologischem und klinischem Befund gestellt werden sollte.

 

Lesen Sie hier den gesamten Beitrag: Moderne radiologische Bildgebung der Arthrose des Hüftgelenks unter Berücksichtigung der Präarthrosen

Aus der Zeitschrift RöFo 7/2016

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