• Rückenmark

     

Inkomplette Querschnittsyndrome: Überblick über Klinik und Bildgebung

Die Kenntnis der Anatomie des Rückenmarks und der klinischen Merkmale von Rückenmarksyndromen vereinfacht die Bildgebung und Lokalisierung von spinalen Anomalien, die sich bei klassischen inkompletten Querschnittsyndromen darstellen. Der folgende Beitrag schildert die erforderlichen anatomischen Grundlagen und zeigt typische bildgebende Befunde.

Das Rückenmark dient als Datenautobahn zwischen Gehirn und peripherem Nervensystem. Die Informationen werden über hochspezialisierte afferente (leiten Signale zum Rückenmark und übertragen sensorische Informationen) und efferente Bahnen (vorwiegend motorisch, leiten Signale vom Rückenmark weg), Relais-Neuronen und Verschaltungen übertragen.

Das komplette Rückenmarksyndrom wird durch Läsionen in einem kompletten Rückenmarksegment verursacht und zieht unterhalb der Läsionsebene einen vollständigen motorischen, sensorischen und autonomen Funktionsausfall nach sich. Das komplette Rückenmarksyndrom weist hinsichtlich der Rehabilitation die schlechteste Prognose auf und beruht auf folgenden Entitäten:

  • traumatisch bedingtem Querschnitt,
  • schwerer tumorbedingter Rückenmarkkompression,
  • Epiduralabszess,
  • akuten Entzündungsprozessen wie transverser Myelitis.

Von einem „inkompletten Rückenmarksyndrom“ bzw. „inkompletten Querschnitt“ wird gesprochen, wenn spezifische strukturelle und/oder funktionelle anatomische Regionen des Rückenmarks geschädigt sind, unterhalb der Schädigung jedoch noch eine gewisse sensorische und/oder motorische Restfunktion vorliegt. Auf Grundlage des klinischen Erscheinungsbilds lassen sich 6 grundlegende Typen des inkompletten Rückenmarksyndroms unterscheiden:

  • zentrales Rückenmarksyndrom,
  • Brown-Séquard-Syndrom,
  • ventrales (anteriores) Rückenmarksyndrom,
  • dorsales (posteriores) Rückenmarksyndrom,
  • Cauda-equina-Syndrom,
  • Konussyndrom.

Die Kenntnis der Anatomie des Rückenmarks zusammen mit der Fähigkeit, die typischen klinischen Befunde bei häufigen Rückenmarksyndromen zu erkennen, ist für die Untersuchung und Behandlung der Patienten unerlässlich. Der Bildgebung kommt bei der Lokalisation der Erkrankung und der Bestimmung der Ursache, Therapie und Prognose eine zentrale Rolle zu. Im Folgenden befassen die Autoren sich mit der relevanten Anatomie der 3 wichtigen Leitungsbahnen der weißen Substanz: Tractus corticospinalis, Tractus spinothalamicus und Hinterstrang. Deren Verständnis ist für die Bestimmung des Typs des inkompletten Rückenmarksyndroms unverzichtbar.

Lesen Sie den gesamten Beitrag hier: Inkomplette Querschnittsyndrome: Überblick über Klinik und Bildgebung

Aus der Zeitschrift: Neuroradiologie Scan 04/2019

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