Differential Diagnoses of Paranasal Sinus Disorders: A Radiological Approach

Radiologische Differenzialdiagnostik der Nasennebenhöhlenraumforderungen

Bei der Bildgebung der Nasennebenhöhlen (NNH) sind die ggf. kontrastmittelangehobene Computertomografie (CT), Magnetresonanztomografie (MRT) und gelegentlich auch das Röntgen wichtige diagnostische Mittel.

Entzündliche Prozesse der Nasennebenhöhlen sind in der klinischen Routine am häufigsten; sie sind meist durch Luft-Flüssigkeitsspiegel (Pus, Retentionsflüssigkeit u. a.) bzw. zirkuläre Schleimhautschwellungen charakterisiert und somit von solitären oder multiplen Raumforderungen (benigne / maligne) zu differenzieren.

Die benignen Prozesse zeichnen sich meistens durch eine klare Abgrenzung von umgebenden Strukturen aus, während maligne Raumforderungen häufiger ihre Umgebungsstrukturen destruieren und schlecht von ihrer Umgebung abgrenzbar sind. Die Bildgebung ist hier diagnostisch wegweisend und hilft bei der Entwicklung des Therapiekonzepts.

Entzündliche / Inflammatorische Prozesse

Sinusitis

Eine der häufigsten Pathologien in der NNH-Diagnostik ist die akute ([Abb. 1]) bzw. chronische ([Abb. 2]) Sinusitis. Bei Kindern ist die akute Sinusitis hauptsächlich im Siebbein (SB) lokalisiert, während beim Erwachsenen am häufigsten die Kieferhöhle (KH) und dann mit absteigender Häufigkeit die SB, Stirnhöhle (SH) und Keilbeinhöhle (KB) betroffen sind. Selten ist bei einer akuten Sinusitis eine Bildgebung indiziert.

Es kann sich aber im Röntgen eine Polsterbildung bei Schleimhautschwellung darstellen und ggf. bei Pus zu einer Spiegelbildung der betroffenen NNH kommen. Bei der chronischen Sinusitis (Persistenz der Sinusitis über 3 Monate) zeigen sich im CT / MRT zirkuläre Schleimhautschwellungen oft ohne KM-Enhancement. Durch den zunehmenden chronischen Reiz kann es zu einer Verdickung und Mehrsklerosierung der knöchernen Begrenzung der betroffenen NNH und zu einer Verkleinerung des entsprechenden Lumens kommen.

Bei vorliegender submukosaler Sekretretention, d. h. bei Verschluss muzinöser Drüsen (Retentionszysten) lässt sich eine KM-aufnehmende Mukosa darstellen, die hypodense Areale einschließt [Eggesbø HB et al. Eur Radiol 2006; 16: 872–888; Som PM, Curtin HD. Radiol Clin North Am 1993; 31: 33–44].

  • Akute Sinusitis

    Abb.1: 42-jähriger Patient mit akuter Sinusitis u. orbitaler Komplikation. Im axialen WT-Fenster ist eine ossäre Destruktion der S. frontalis-Vorderwand mit Abszess im Subkutangewebe ventral des S. frontalis links ein sog. „Potts puffy tumor“ zu erkennen.

     
  • Chronische Sinusitis

    Abb.2: 59-jähriger Patient mit chronischer Pansinusitis. Es sind die typischen zirkulären Schleimhautschwellungen (koronare CCT) zu erkennen.

     

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Aus der Zeitschrift Röfo 4/2015

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