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Bildgebung des hepatozellulären Karzinoms

Das hepatozelluläre Karzinom (HCC) ist der häufigste primär maligne Tumor der Leber. Der Erkrankungsgipfel liegt zwischen der 5. und 7. Lebensdekade. Das HCC ist die weltweit zweithäufigste zum Tode führende Krebserkrankung bei Männern und die sechsthäufigste zum Tode führende Krebserkrankung bei Frauen. Im Jahr 2012 wurden in der EU fast genauso viele Neuerkrankungen wie Todesfälle registriert (52 000 vs. 48 000).

In ca. 90 % der Fälle entwickelt sich das HCC in der westlichen Welt stufenweise aus einer zirrhotischen Leber über die Bildung von Regeneratknoten, dysplastischen Knoten und dysplastischen Knoten mit fokaler Läsion. Es kann jedoch auch de novo entstehen.

Risikofaktoren und Epidemiologie

Zu den Hochrisikokollektiven gehören Patienten

  • mit einer Leberzirrhose, unabhängig von der zugrunde liegenden Ätiologie,
  • ohne Leberzirrhose, aber mit chronischer Hepatitis B oder
  • mit einer nicht alkoholischen Fettleberhepatitis.
Wie die Hepatitis B ist auch das HCC geografisch unterschiedlich verteilt. Am häufigsten ist es in Südostasien und Afrika. In den letzten Jahrzehnten hat jedoch die Inzidenz des HCC auch in den westlichen Industrieländern erheblich zugenommen, was auf das versetzte Auftreten chronischer HCV-Infektionen und die Zunahme der nicht alkoholischen Fettleberhepatitis („nonalcoholic fatty liver disease“, NAFLD) als Folge des metabolischen Syndroms und des Diabetes mellitus, zurückgeführt wird. Ein Alkoholkonsum von mehr als 60 – 80 g/d bei Männern bzw. mehr als 20 g/d bei Frauen geht mit einem Zehnjahresrisiko für ein HCC von 6 – 41 % einher. Stoffwechselerkrankungen wie z. B. die hereditäre Hämochromatose, Aflatoxine und Rauchen gelten ebenfalls als Risikofaktoren für die HCC-Entstehung.

Prävention und Früherkennung

Präventionsprogramme

Aus den genannten Risikofaktoren lässt sich ableiten, dass die folgenden Präventionsprogramme sinnvoll sind:

  • flächendeckende Hepatitis-B-Impfungen (weniger HBV-Infektionen haben insbesondere in Endemiegebieten zu einer Abnahme der Erkrankung bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen geführt)
  • Alkoholkarenz bei jeder chronischen Lebererkrankung
  • antivirale Therapie bei Patienten mit chronischen Viruserkrankungen entsprechend den S3-Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS)
  • Gewichtsreduzierung bei NAFLD bzw. NASH („non-alcoholic steatohepatitis“, nicht alkoholische Steatohepatitis)
  • Metformin-Therapie bei Patienten mit nicht insulinabhängigem Typ-2-Diabetes

Lesen Sie den gesamten Beitrag hier: Bildgebung des hepatozellulären Karzinoms

Aus der Zeitschrift Radiologie up2date 4/2016

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