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Thrombosen und Aneurysmen enttarnen – Screening in der Physiotherapie

Wenn das Kreuz schmerzt, lautet die Diagnose oft unspezifischer Rückenschmerz. Organische Erkrankungen können sich aber auch durch Rückenschmerzen äußern. Das Flaggensystem und das Screening nach Körperregionen und Organsystemen, unterstützen Therapeuten dabei, ernsthafte Erkrankungen oder Organpathologien zu enttarnen. Untersuchungsverfahren wie das Aortenaneurysma- und Thrombose-Screening sind dabei hilfreich.

Wörtlich übersetzt bedeutet das englische Wort „Screening“ Aussieben, Sichten, Trennen, Auswahlprüfverfahren. Das trifft genau das Kernziel: Im Erstkontakt soll die Kompetenz einer effizienten, sicheren, evidenzbasierten Auswahl von physiotherapeutisch beeinflussbaren Symptomen vermittelt werden. Oder umgekehrt: Der Therapeut soll diejenigen Symptome herausfiltern, die einer ernsthaften Pathologie zugeordnet und somit medizinisch diagnostiziert und behandelt werden müssen. Er muss alle verfügbaren Informationsquellen (Fragebögen, Anamnese, körperliche Untersuchung, vorhandene Laborergebnisse oder Bildgebung) ausschöpfen, und ein breites Denken mit mehreren parallelen Hypothesen („Lateral Thinking“) bestimmen den Clinical-Reasoning-Prozess. Der Screening-Prozess kann nur drei mögliche Ergebnisse haben:

→ Das Problem ist allein durch Physiotherapie behandelbar.
→ Das Problem ist (zu diesem Zeitpunkt) nicht physiotherapeutisch behandelbar.
→ Das Problem ist wahrscheinlich physiotherapeutisch behandelbar, bedarf aber einer zusätzlichen ärztlichen Abklärung.

Screening erfordert gute differenzialdiagnostische Kenntnisse, insbesondere von Pathologien, die sich als muskuloskeletale Dysfunktionen tarnen können.

Elemente des Screening-Prozesses

Effizientes und effektives Screening erfordert, verschiedene Informationsquellen geschickt zu nutzen sowie erworbene Kenntnisse und Fähigkeiten abzurufen. Das Screening-Ergebnis basiert demnach auf extern gewonnenen Fakten und auf dem Clinical Reasoning des Physiotherapeuten, welches wiederum von seinem Wissen und seinen Erfahrungen abhängig ist.

Extern gewonnene Fakten sind zum Beispiel

→ Erstkontaktfragebogen
→ krankheitsspezifische Fragebögen
→ Anamnese
→ körperliche Untersuchung
→ Laborwerte/Bildgebung

Der Clinical-Reasoning-Prozess berücksichtigt das Screening

→ nach Körperregionen,
→ der(Organ-)Systeme.

Dazu benötigt der Therapeut Kenntnisse zu

→ den Körperregionen zugeordneten Organsystemen,
→ Red Flags für Pathologien,
→ Risikofaktoren für Pathologien,
→ speziellen Testverfahren für Pathologien.

 

Lesen Sie hier den gesamten Beitrag: Thrombosen und Aneurysmen enttarnen – Screening in der Physiotherapie

Aus der Zeitschrift physiopraxis 2/2016

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