Mobilisation mit Bewegung

Eine Kombination aus passiven Mobilisationen und aktiven Bewegungen kann helfen, schmerzhaft eingeschränkte Bewegungen schnell zu verbessern. Die Mulligan-Instruktoren Dr. Claus Beyerlein und Johannes Bessler stellen aus ihrem Buch „Manuelle Therapie nach Mulligan“ beispielhaft eine dieser „Mobilisations with Movement“ für die LWS vor.


Schmerzen bei LWS-Extension im Stand – Eigenübung

Technik: Self-SNAG der LWS, zentral in Extension mit Gurt

Indikation:
> Schmerzen und/oder Bewegungseinschränkung bei Extension der LWS im Bereich L 3/L 4
> zentrale Rückenschmerzen

ASTE: Hüftbreiter Stand

Kontaktposition: Der Patient platziert den Gurt (alternativ geht auch ein Handtuch mit fester Kante) unterhalb des kranialen Proc. spinosus (L 3) des zu mobilisierenden Segments. Er legt den Gurt medial der Ellenbogen am Rumpf an und hält ihn mit beiden Händen fest.

Mobilisation: Der Patient beugt beide Arme maximal an und zieht den Gurt kopfwärts. Diesen Zug hält er und bewegt in die zuvor schmerzhaft eingeschränkte Extension. Die Wiederholungszahl richtet sich nach dem Stand der Therapie.

Praxistipps:
> Falls sich die Bewegung nicht schmerzfrei durchführen lässt, kann der Patient die Position des Gurtes verändern, indem er den Gurt 2 cm weiter oben bzw. unten platziert. Bleiben die Schmerzen, muss er die Heimübung abbrechen.
> Die Kniegelenke des Patienten bleiben während der Heimübung gestreckt, um Ausweichbewegungen zu vermeiden.
> Auch die Veränderung der Dosierung des Zugs kann einen Einfluss auf eine erfolgreiche Behandlung haben.

Johannes Bessler und Claus Beyerlein

Den gesamten Artikel sowie drei weitere Beispiele zu „Mobilisations with Movement“ für die LWS finden Sie in der physiopraxis-Ausgabe 1/2015.

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