• Sensoboard

    Das Sensoboard verbessert die Sinneswahrnehmung und die Bewegungskoordination.

     

Koordinationstraining ohne Ruckeln

DAS SENSOBOARD IM TEST: Seit 2010 ist ein Trainingsgerät auf dem deutschen Markt, das die Sensomotorik fördert: das Sensoboard. Ein erfahrener Physiotherapeut bewertete es für physiopraxis und war fast uneingeschränkt begeistert.

Das Sensoboard verbessert die Sinneswahrnehmung und Bewe-gungskoordination. Laut Hersteller ist es das erste Trainingsgerät, das ohne aufwendige und Energie verbrauchende technische Elemente eine Bewegung in mehreren Freiheitsgraden zulässt: ein horizontales Verschieben der Standfläche in Längs- und Quer-richtung sowie ein Drehen und Kippen. Das Gerät besteht aus einer 70x42 cm großen, hölzernen Standfläche, die über acht Gummizüge mit einer 80x52 cm großen Bodenplatte vergurtet ist. Eine dazwischengelagerte Kugel sorgt für fließende Bewegungen. Indem man einzelne Gummizüge fester oder lockerer stellt, kann man vorgeben, in welche Richtung der Patient bevorzugt trai-nieren soll. Das Gerät ist bis maximal 100kg belastbar und nicht für Sprungübungen geeignet.

Physiotherapeut Vassilios Spanidis testete das Gerät vier Wochen lang in einem ambulanten Rehabilitationszentrum in Stuttgart. Seine Meinung basiert auf 15 Jahren Erfahrung in der Behandlung und im Training von Patienten im orthopädischen und sportmedi-zinischen Bereich.

Testgruppe und Einsatzbereich
Zehn Personen im Alter von 21–72 Jahren trainierten auf dem Board. Alle hatten verschiedene Beschwerde- und Krankheitsbilder wie Meniskopathie, Kapselriss der Schulter, Außenbandanriss des Sprunggelenks und Morbus Parkinson. Das Gerät bot ihnen zahl-reiche Trainingsmöglichkeiten: Übungen im ein- und beidbeinigen Stand, im Unterarmstütz sowie mit und ohne Hilfsmittel. Toll war, wie weich und fließend die Bewegungen der Patienten dabei waren.

Handling
Die Spannung der Gummizüge ist rund um das Gerät verstellbar. So kann das Sensoboard an das Leistungsniveau der Patienten angepasst werden. Allerdings ist das Verstellen etwas umständ-lich, da man hierfür einen speziellen Schlüssel benötigt. Die Rück-seite des Bodenbretts hat keine Stopper, sodass man das Board auf einen rutschfesten Untergrund stellen sollte. Das relativ hohe Gewicht von circa 14kg erschwert einen räumlichen Platzwechsel. Die Standfläche ist groß genug, um beidbeinig und in Schritt-stellung zu trainieren. Eine Vielzahl von Übungsvorschlägen ist auf einem mitgelieferten Poster abgebildet.

Feedback der Probanden
Alle Patienten waren begeistert. Sie waren überrascht, wie sanft und fließend sich die Bewegungen anfühlten. Ruckartige Aus-gleichsmanöver wie auf anderen Koordinationsbrettern entstanden nicht. Der Patient mit Morbus Parkinson konnte nach dem Üben sicherer gehen.

Fazit
Das Sensoboard eignet sich hervorragend für alle Altersgruppen, nahezu alle Körperbereiche und bietet zahlreiche Trainings-möglichkeiten. Das Board setzt ein normal stabiles Gleichgewicht voraus. Bei Personen mit schlechter Balance ist es zum Einstieg in ein koordinatives Training nicht empfehlenswert. Die fließenden Bewegungen, die beim Üben auf diesem Gerät entstehen, sind bislang etwas Besonderes.