• Griff: Der Therapeut legt seine rechte Hand so, dass der laterale Malleolus zw. Thenar und Hypothenar liegt. Die andere Hand widerlagert die Tibia von dorsal und medial. Die Finger beider Hände sind locker um den Unterschenkel gelegt.

     
  • Fuß tapen 2

    War die Mobilisation erfolgreich, kann der Therapeut anschließend die distale Fibula nach posterior-kranial tapen.

     
  • Fuß tapen

    Das Tape reduziert die Häufigkeit des Umknickens, sorgt für eine erhöhte Gangsicherheit und reduziert die Schmerzen unter Belastung.

     

Zurechtgerückt

HANDS-ON: FIBULA-MOBILISATION NACH SUPINATIONS-TRAUMA: Wenn eine Sprunggelenkverletzung einfach nicht ausheilen will, kann es sein, dass die Fibula in der falschen Position steht. Dr. Claus Beyerlein beschreibt, wie man sie wieder richtig positioniert und anschließend unterstützend tapt.

Verletzungen des oberen Sprunggelenks und insbesondere Inver-sionstraumen sind im Freizeit- und Breitensport sehr häufig. Der Fuß knickt typischerweise in Richtung Plantarflexion, Adduktion und Supination um. Entwickelt ein Patient nach diesem Trauma chronische Schmerzen oder knickt immer wieder um, kann das an einer Fehlposition der distalen Fibula liegen: Durch Röntgenkon-trolle konnten Tricia Hubbard und ihre Mitarbeiter zeigen, dass diese bei Patienten, die rezidivierend umgeknickt sind, im subakut-en Zustand signifikant weiter nach anterior steht als bei den Pro-banden der Kontrollgruppe. Man nimmt an, dass die starken lateralen Bänder – insbesondere das Lig. fibulotalare anterius – die distale Fibula beim Umknicken in die anteriore Fehlposition zieht.

Innerhalb der ersten 48 Stunden nach dem Trauma versorgt der Therapeut den Patienten gemäß dem PECH-Schema. Anschließend kann er ihn mit der Behandlungsmethode „Mobilisation with Movement“ („Mobilisation mit Bewegung“, MWM), die der neusee-ländische Physiotherapeut Brian Mulligan entwickelte, behandeln. Hierbei führt der Therapeut eine gehaltene Mobilisation durch, die mit einer aktiven Bewegung des Patienten kombiniert wird. Beides darf für den Patienten nicht schmerzhaft sein.

Im weiteren Verlauf der Behandlung bietet es sich an, die Technik in einer funktionellen Ausgangsstellung, beispielsweise im Stand unter Belastung, durchzuführen. Wenn die Behandlung erfolgreich ist, kann der Therapeut die distale Fibula anschließend nach posterior-kranial tapen. Die Tapeanlage kann die Häufigkeit des Umknickens reduzieren, für eine erhöhte Gangsicherheit sorgen und die Schmerzen unter Belastung reduzieren. Das konnte eine Studie von Kym Moiler und Kollegen zeigen.

Technik im Videoclip
Unter www.thieme-connect.de zeigt Claus Beyerlein die Mobilisation und die Tapeanlage im Videoclip.

 

Lesen Sie hier den ganzen Artikel Zurechtgerückt: Hands-On: Fibula-Mobilisation nach Supinations-Trauma.

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