• Parasitäre Infektionen, MEV Eckart Seidl

    Die Globalisierung bringt es mit sich: Immer Menschen reisen in immer kürzerer Zeit im immer weiter entfernte Gebiete - die eine oder andere Infektion reist mit zurück nach Hause. Foto: MEV, Eckart Seidl

     

Importierte parasitäre Infektionen

Internationale Migration und Reisetätigkeit nahmen in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich zu und werden weiter ansteigen. Im Rahmen der Globalisierung reisen nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder jeder Altersstufe, jeder sozialen Schicht und oft auch alleine.

Derzeit reisen pro Jahr ca. 4 Mio. Deutsche in tropische und subtropische Entwicklungsländer, in denen einerseits ein deutlich erhöhtes Risiko für Gesundheitsstörungen vor allem infektiöser Genese besteht und in denen andererseits zahlreiche Infektionskrankheiten endemisch sind, die in Europa nicht oder nicht mehr vorkommen. Moderne Transportmittel ermöglichen Reisen über große Distanzen innerhalb kürzester Zeit, sodass auch entlegenste Gebiete heute rasch erreichbar sind und Infektionen importiert werden können. Als Folge davon ergibt sich in Klinik und Praxis zunehmend häufig die Fragestellung, ob eine importierte Infektionskrankheit vorliegt. Hierbei bilden die parasitären Infektionen eine wichtige Gruppe.

Eine exakte Reiseanamnese inklusive Reiseroute und Reisedauer sollte den Anfang jeder Anamnese nach Tropenaufenthalt machen. Es ist dabei zu beachten, dass sich innerhalb des Reiselandes oft erhebliche regionale und saisonale Unterschiede hinsichtlich der Verbreitung von Infektionskrankheiten ergeben. Durch Kenntnis der geografischen Verbreitung von Tropenkrankheiten kann die Möglichkeiten der Differenzialdiagnosen geografisch eingeschränkt werden. Hierbei sind aktuelle Informationsquellen mit Kartenmaterial zu relevanten Infektionskrankheiten hilfreich, wie sie z. B. im Internet (www.crm.de) oder in reisemedizischen Handbüchern (CRM Handbuch für Reisemedizin) zu finden sind.

Merke: Wichtig sind Fragen über frühere Tropenreisen, da insbesondere einige parasitäre Infektionskrankheiten Inkubationszeiten von Monaten bis Jahren haben können.  

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