• Untersuchung und MR-Morphologie des ulnokarpalen Handgelenkschmerzes

     

Untersuchung und MR-Morphologie des ulnokarpalen Handgelenkschmerzes

Die Untersuchung des Handgelenks bei ulnarseitigem Schmerz stellt im klinischen Alltag erfahrungsgemäß eine große Herausforderung dar.

Folgende Gründe können dafür benannt werden:

  • Anatomie: Das komplexe Zusammenspiel von intra- und extrakapsulären Strukturen setzt profunde anatomische und biomechanische Kenntnisse voraus. Exemplarisch seien genannt: ulnokarpaler Komplex (TFCC); Sehne des M. extensor und flexor carpi ulnaris (ECU und FCU); distales Radioulnargelenk (DRUG)
  • Schmerzqualität: In vielen Fällen fällt es dem Patienten schwer, den Schmerz genau zu lokalisieren oder zu provozieren. „Gerade heute tut die Hand nicht weh“ ist ein oft gehörter Satz, und man ist gut beraten, den Patienten nicht mit der Empfehlung zu entlassen, er solle wiederkommen, wenn der Schmerz bestehe. Es ist durch die räumliche Nähe der Strukturen und Schmerzausstrahlung oft schwierig, wenn nicht unmöglich, eine punktgenaue Lokalisation anzugeben. Hier ist der Untersucher gefordert, durch möglichst exaktes Palpieren den Schmerzpunkt herauszufinden. Hilfreich ist die passive Mobilisation einzelner Strukturen, unterstützt von ausgewählten Provokationstests.
  • Bildgebung: Die überwiegende Anzahl von Pathologien, die für ulnokarpalen Schmerz verantwortlich sind, kann im konventionellen Röntgen nicht dargestellt werden. Auch die Computertomografie ist meist (Ausnahme: Frakturen der Karpalknochen, speziell Frakturen oder Pseudarthrosen des Hamulus) nicht zielführend. Die Ultraschalldiagnostik mag in den Händen erfahrener Spezialisten durchaus hilfreich sein, im klinischen Alltag spielt sie eine eher untergeordnete Rolle. Die Arthroskopie wird oft als „Goldstandard“ gepriesen. Abgesehen davon, dass das Verfahren invasiv und teuer ist und große Erfahrung voraussetzt, haben Shin u. Mitarb. nachgewiesen, dass bei 25 % der Patienten mit ulnokarpalem Handgelenkschmerz eine extraartikuläre Ursache verantwortlich ist. Diese kann naturgemäß arthroskopisch weder diagnostiziert noch therapiert werden. Die Magnetresonanztomografie (MRT) zeigt im Gegensatz dazu alle Strukturen des Ulnokarpalgelenks und kann wertvolle Hilfe leisten.
Im heutigen Ambulanzalltag ist Zeit so kostbar wie nie. Ziel dieser Arbeit ist deshalb, dem Untersucher bewährte Techniken vorzustellen, die einerseits leicht erlernbar sind, andererseits möglichst rasch zu einer Diagnosefindung beitragen. Es ist nicht beabsichtigt, den Leser mit einer möglichst vollständigen Aufzählung der in der Literatur beschriebenen Tests zu konfrontieren. Viele unterscheiden sich nur marginal, andere haben sich in der Praxis als wenig hilfreich erwiesen.

Lesen Sie hier den gesamten Beitrag: Untersuchung und MR-Morphologie des ulnokarpalen Handgelenkschmerzes

Aus der Zeitschrift Handchirurgie Scan 2/2016

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