• Schwerstverletztenversorgung

     

Schwerstverletztenversorgung in der Allgemein- und Viszeralchirurgie

Der Artikel soll vor dem Hintergrund der aktualisierten S3-Leitlinie einen Überblick über die allgemein- und viszeralchirurgischen Aspekte der Polytraumaversorgung geben: den Stand der Schwerstverletztenversorgung, die Behandlungsempfehlungen und unterschiedlichen Szenarien, etwa Unfälle, aber auch Terroranschläge mit den grundsätzlichen, aber auch organspezifischen Eigenheiten der einzelnen Verletzungsentitäten. Schließlich werden optionale und alternative Ausbildungsverfahren vorgestellt.

Seit der letzten Änderung der chirurgischen Weiterbildungsordnung vor mehr als 10 Jahren (2006) wurde die weiterführende Separierung in viszeral- und unfallchirurgische Kompetenzen vor allem bei der interdisziplinären Polytraumaversorgung spürbar. So ist mittlerweile, nicht zuletzt auch durch die Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) im Rahmen der Zertifizierung von Traumazentren, eine Schwerstverletztenversorgung ohne den Teamansatz eines Unfallchirurgen mit einem Viszeralchirurgen in den meisten Kliniken nicht mehr denkbar.

Da die Rate der abdominellen Verletzungen bei Schwerstverletzten im TraumaRegister der DGU relativ konstant bei ca. 20% liegt, lässt sich leicht ableiten, dass die durchzuführenden Notfalleingriffe bei durchschnittlich 50 – 150 Schwerstverletzten pro Jahr und Klinik kaum adäquat im klinischen Alltag einer chirurgischen Abteilung ausbildbar sind. Die gestiegene Bedrohung eines Terroranschlagtraumas, insbesondere in der Kombination mit einer höheren Wahrscheinlichkeit für Massenanfallsituationen, stellen aktuell eine besondere Herausforderung dar.

Darauf reagierend, werden seit Jahren von den Fachgesellschaften Ausbildungsformate zur Optimierung und Standardisierung der Schwerstverletztenversorgung von der Präklinik über den Schockraum bis hin zur operativen und intensivmedizinischen Behandlung angeboten.

Neuerungen der 2016 aktualisierten S3-Leitlinie

Die zuletzt 2016 aktualisierte S3-Leitlinie zur Schwerstverletzten- bzw. Polytraumaversorgung gibt Anlass, sich aus Sicht des Allgemein- und Viszeralchirurgen, aber vor allem mit den Neuerungen bzw. Modifikationen der Thematik auseinanderzusetzen. Neben der Implementierung und Aktualisierung des aktuellen Kenntnisstandes von weit mehr als 400 Seiten Leitlinienempfehlungen ist es an uns Chirurgen in den Kliniken, diese auch in der klinischen Praxis mit Leben zu erfüllen. Den über 600 Kliniken, die nach den Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) als Traumazentren flächendeckend in über 50 regionalen Netzwerken zertifiziert sind, obliegt hierbei die fachliche Umsetzung.

In diesem Zusammenhang rücken zunehmend die unterschiedlichen Ursachen der Verletzungen in den Fokus der Aufmerksamkeit. Die Spannbreite der verschiedenen Verletzungsmuster ist dabei sehr breit. Verkehrsunfälle führen, aufgrund standardisierter und erheblich optimierter Sicherheitstechnik in den Fahrzeugen, inzwischen zu milderen Verletzungsmustern bei den Insassen. Andererseits verschärft sich die Bedrohungslage, speziell durch terroristische Anschläge, mit den jüngsten Ereignissen in Frankreich, Belgien, Deutschland und der Türkei, derzeit stetig. Demzufolge müssen sich auch Allgemein- und Viszeralchirurgen bei der Patientenversorgung mit Verletzungsmustern und Traumaentitäten auseinandersetzen, die glücklicherweise über Jahrzehnte in Mitteleuropa kaum mehr präsent waren.

Lesen Sie den gesamten Beitrag hier: Schwerstverletztenversorgung in der Allgemein- und Viszeralchirurgie

Aus der Zeitschrift: Allgemein- und Viszeralchirurgie up2date 03/2017

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