• Rückenweh

     

Nicht spezifischer Rückenschmerz

Rückenschmerzen zählen mit zu den größten Gesundheitsproblemen in Deutschland. Sie sind ein besonders häufiger Grund für die Inanspruchnahme des medizinischen Versorgungssystems, für Arbeitsunfähigkeit und Renten wegen teilweiser oder voller Erwerbsminderung. Dieser Artikel soll einen Überblick über ein angemessenes und zielgerichtetes, wenn erforderlich auch multimodales und interdisziplinäres Vorgehen bei nicht spezifischen Rückenschmerzen geben.

Rückenschmerzen sind in Deutschland und vergleichbaren westlichen Industrienationen weit verbreitet. Die Lebenszeitprävalenz in der deutschen Erwachsenenpopulation beträgt 85,5%. Rückenschmerzen haben daher im Gesundheitssystem eine herausragende medizinische sowie ökonomische Bedeutung und zählen mit zu den größten Gesundheitsproblemen in Deutschland. Sie sind ein besonders häufiger Grund für die Inanspruchnahme des medizinischen Versorgungssystems, für Arbeitsunfähigkeit und Renten wegen teilweiser oder voller Erwerbsminderung.

Diagnostik und Therapie von Rückenschmerzen erfolgen in der täglichen Praxis trotz nationaler und internationaler Leitlinien oftmals immer noch wenig standardisiert, sind in einigen Details umstritten und unterscheiden sich zwischen einzelnen Arztgruppen und den Sektoren. Dabei spielt die Vielzahl an unterschiedlichen ärztlichen Leistungserbringern und Einrichtungen sowie deren unterschiedlicher Umgang mit Rückenschmerzen eine nicht unerhebliche Rolle, was ein einheitliches und damit zielgerichtetes Vorgehen erschwert.

Bedeutsam ist vor allem die Versorgung auf der Ebene der Erstbehandler, in der eine Differenzierung zwischen spezifischen und nicht spezifischen Rückenschmerzen erfolgen und das Augenmerk auf die Vermeidung einer unnötigen Medikalisierung und Chronifizierung liegen sollte.

Diagnostik und Therapie von Rückenschmerzen erfolgen oftmals noch wenig standardisiert, wobei die Vielzahl an unterschiedlichen ärztlichen Leistungserbringern und Einrichtungen sowie deren unterschiedlicher Umgang mit Rückenschmerzen eine nicht unerhebliche Rolle spielt.

Rückenschmerzen betreffen

  • zu 70 – 80% die Lendenwirbelsäule (LWS),
  • zu 20 – 30% die Halswirbelsäule (HWS) und
  • nur zu 2% die Brustwirbelsäule (BWS).

Die Prävalenz nicht spezifischer Rückenschmerzen wird dabei auf ca. 80% geschätzt. Nicht spezifische Rückenschmerzen lassen in der Regel keine eindeutigen Hinweise auf eine spezifische Ursache wie z. B. einen Bandscheibenvorfall mit radikulärer Symptomatik, eine Spinalkanalstenose, Infektion, Spondylolisthesis, Fraktur bzw. einen Tumor oder entzündlichen Kreuzschmerz etc. erkennen. Die Abgrenzung zwischen nicht spezifischen und spezifischen Kreuzschmerzen ist in der Praxis aber nicht immer leicht, zumal sich Symptome mitunter ähneln können und für viele spezifische Kreuzschmerzformen keine klaren diagnostischen Kriterien existieren. Gerade bei den häufigen funktionellen Ursachen muskulärer Genese reicht die Trennschärfe differenzialdiagnostischer Maßnahmen für eine eindeutige Diagnose oftmals nicht aus.

 

Lesen Sie hier den gesamten Beitrag: Nicht spezifischer Rückenschmerz

Aus der Zeitschrift Orthopädie und Unfallchirurgie up2date 06/2017

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