• CEUS

    Dorsaler Transversalschnitt. Linke Bildhälfte: Kontrastmittelmodus mit Hypoenhancement (Pfeil). Rechte Bildhälfte: B-Bild-Sonografie.

     

Kontrastmittelsonografie (CEUS) in der bildgebenden Diagnostik von Muskelverletzungen

Verletzungen der Muskulatur gehören zu den häufigsten Sportverletzungen. So nehmen sie im Fußball in Anbetracht der Häufigkeitsverteilung mit 30 % aller Verletzungen den größten Stellenwert ein. Aber auch in leichtathletischen Disziplinen oder in Spielsportarten gehören sie zu den häufigsten Verletzungen.

Eine exakte Diagnosestellung ist notwendig, um eine stadiengerechte Therapie einzuleiten und damit eine schnelle Regenerationszeit und demzufolge die zeitnahe Reintegration in den Sport zu gewährleisten. In der klinischen Diagnostik nehmen neben der sorgfältigen Anamneseerhebung und klinischen Untersuchung bildgebende Verfahren einen wichtigen Stellenwert ein. Hierbei stellen die Magnetresonanztomografie und die Sonografie die wichtigsten diagnostische Verfahren dar. Die Magnetresonanztomografie gilt als äußerst sensitives Verfahren, mit dem die strukturelle Läsion an sich, als auch begleitende Ödeme oder Hämatome dargestellt werden können. Die Sonografie stellt ein weit verbreitetes diagnostisches Mittel dar, deren Vorteile in der breiten Verfügbarkeit, Kosteneffektivität sowie der dynamischen Untersuchung in Echtzeit liegen. Bei der sonografischen Untersuchung können je nach Erfahrung des Untersuchers und Ausmaß der Verletzung Kontinuitätsunterbrechungen oder begleitende Hämatome dargestellt werden. Des Weiteren kann die Sonografie unterstützend bei der Punktion von intramuskulären Hämatomen oder therapeutischen Infiltrationen eingesetzt werden. Bei der Kontrastmittelsonografie (Contrast Enhanced Ultrasound, CEUS) wird das Verfahren der konventionellen B-Bild-Sonografie durch den Einsatz von intravenösem Ultraschallkontrastmittel ergänzt. Im Bereich der Inneren Medizin stellt die Kontrastmittelsonografie ein standardisiertes und validiertes Verfahren dar. In der Differenzialdiagnostik von Raumforderungen der abdominellen Organe oder entzündlichen Veränderungen stellt das Verfahren ein wertvolles diagnostisches Mittel dar und wurde in zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten untersucht und validiert. In der Diagnostik von Verletzungen des Bewegungsapparates finden sich in der Literatur nur wenige Studien, die die Anwendung der Kontrastmittelsonografie beschreiben. Auf dem Gebiet der Skelettmuskulatur konnte im Tiermodell nach Eröffnen einer zwei- bzw. vierstündigen Kompression eine signifikante Perfusionssteigerung der betroffenen Muskulatur gezeigt werden. Serafin-Krol et al. hat die Größe von Muskelläsionen bei direkten und indirekten Muskeltraumen, in der B-Bild- und Kontrastmittelsonografie vermessen und gegenübergestellt. Jedoch wurden in dieser Studie weder eine klinische Stadieneinteilung der Muskelverletzung noch kernspintomografische Referenzaufnahmen durchgeführt. Eine italienische Arbeitsgruppe verwendete die CEUS um den Heilungsverlauf nach 20 und 40 Tagen nach ereigneter Muskelverletzung zu vergleichen. Die Anwendung der CEUS in der Diagnostik von Minorläsionen ist bisher noch nicht beschrieben worden. In der vorliegenden Arbeit möchten wir den Informationsgewinn der Kontrastmittelsonografie (CEUS) bei der Diagnostik von Muskelverletzungen darstellen, im Vergleich zur nativen Sonografie und der Darstellung der betroffenen Region im MRT.

 

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Aus der Zeitschrift Sportverletzung • Sportschaden 1/2016

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