• Juvenile Osteochondrosen und Osteonekrosen

     

Juvenile Osteochondrosen und Osteonekrosen

Im jugendlichen Skelett finden bei der Osteochondrose und der Osteonekrose in unterschiedlicher Häufigkeit pathologische Knochenumbauvorgänge statt. Beide Erkrankungen folgen einem stadienhaften zeitlichen Verlauf mit einem Kondensations-, einem Fragmentations- und einem Ausheilungsstadium, der auch durch operative Maßnahmen nicht unterbrochen werden kann. Die Ursachen für diese krankhaften Knochenumbauprozesse, von denen die Osteochondrosis dissecans die bekannteste und auch häufigste ist, sind letztlich unklar.

Im Jugendalter spielen sich an verschiedenen Skelettabschnitten und mit ganz unterschiedlicher Häufigkeit pathologische Knochenumbauvorgänge ab, die entweder unter dem Begriff der Osteochondrose oder der Osteonekrose subsumiert werden. Die häufigste und auch bekannteste Osteochondrose ist die Osteochondrosis dissecans, die nahezu in allen Gelenken vorkommen kann. Osteonekrosen kommen an der oberen und unteren Extremität vor. Ihre Ursache ist wie bei der Osteochondrosis dissecans letztlich unklar. Einige entstehen spontan wie die juvenile Osteonekrosen des Hüftkopfs, die Nekrosen des Os naviculare oder der Mittelfußköpfchen, andere stehen im Zusammenhang mit chronischen Überlastungen wie der Morbus Osgood-Schlatter und der Morbus Sever, beide apophysär an Ansatzstellen kräftiger Sehnen.

Ausdrücklich nicht behandelt wird der Morbus Perthes, da dieses Krankheitsbild sein Haupterkrankungsalter früher hat.


Osteochondrosis dissecans
Die Osteochondrosis dissecans ist als herdförmige osteochondrale Nekrose eines meist konvexen Gelenkabschnitts mit dem Potenzial der Herdablösung ins Gelenk definiert. Bei einem ungebremsten Verlauf kommt es also zur subchondralen Abgrenzung eines osteochondralen Fragments unterschiedlicher Größe, das sukzessive den Kontakt zu seiner originären Position in der Gelenkfläche verliert, in einen Ablösungsprozess eintritt und zum guten Schluss als freier Gelenkkörper (Gelenkmaus) ins Gelenk ausgestoßen wird. Zurück bleibt ein Bezirk ohne Gelenkknorpelüberzug, das Mausbett.

Lokalisation
In absteigender Reihenfolge kommt die Osteochondrosis dissecans am häufigsten vor:

  • im Kniegelenk,
  • an der medialen Talusschulter,
  • am Capitulum humeri und
  • am Hüftkopf.

Seltene Lokalisationen sind der Humeruskopf oder die Mittelfußköpfchen. 70% der das Kniegelenk betreffenden Fälle sind an der medialen Femurkondyle lokalisiert

 

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Aus der Zeitschrift: Orthopädie und Unfallchirurgie up2date 01/2018

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