• Diagnostik und Therapie primärer Knochentumoren

     

Diagnostik und Therapie primärer Knochentumoren

Primäre Tumoren des Knochens sind Neoplasien, die sich de novo aus Knochengewebe – also aus Knochen- bzw. Knorpelzellen selbst – entwickeln. Hierdurch unterscheiden sie sich von sekundären Knochentumoren, die sich als Absiedelung anderweitiger Neoplasien lediglich im Knochen manifestieren (z. B. Mammakarzinommetastasen).

In Anbetracht der großen Gesamtzahl an benignen und malignen Tumoren des menschlichen Körpers sind primäre Tumoren des muskuloskelettalen Systems selten. Knochentumoren sind darüber hinaus 10 × seltener als Weichgewebstumoren. Unter den Knochentumoren wird der Anteil von gutartigen Neoplasien mit etwa 40 – 50% angegeben, wobei aufgrund der hohen Dunkelziffer (symptomlose Tumoren, welche dauerhaft unentdeckt bleiben, Zufallsbefunde etc.) und tumorähnlichen Läsionen deren Anteil als deutlich höher einzuschätzen ist.

MERKE
Primär maligne Knochentumoren machen etwa 0,2% aller Malignome des Menschen aus bei Kindern sind sie jedoch die sechsthäufigste Krebsart, bei Jugendlichen und Adoleszenten stehen sie sogar an dritter Stelle. 

Primäre Knochentumoren folgen meist einer typischen Alters- und Geschlechtsverteilung und kommen vermehrt während der ersten 3 Lebensdekaden vor. Dies trifft im Besonderen auf gutartige Knochenläsionen sowie das bösartige Osteo- und Ewing-Sarkom – die zwei häufigsten primär malignen Knochentumoren des Menschen – zu, während Chondrosarkome, Myelome und Lymphome in höherem Alter und vornehmlich jenseits des 40. Lebensjahres angetroffen werden. Mit Ausnahme des Riesenzelltumors (u. a.) ist das männliche Geschlecht bei gut- und bösartigen Tumoren meist bevorzugt betroffen.

Ein Großteil der Knochentumoren besitzt typische Prädilektionsstellen sowie eine typische Verteilung innerhalb des jeweiligen Skelettabschnitts. Typischerweise treten beispielsweise das Chondroblastom und der Riesenzelltumor in der Epiphyse bzw. Epi-/Metaphyse auf, besonders Letzterer wird zudem meist erst nach Schluss der Wachstumsfuge beobachtet. Das Osteosarkom hingegen geht zumeist von den kniegelenksnahen Metaphysen, das Ewing-Sarkom häufiger vom diaphysären Knochen aus.

 

Lesen Sie hier den gesamten Beitrag: Diagnostik und Therapie primärer Knochentumoren

Aus der Zeitschrift: Orthopädie und Unfallchirurgie up2date 4/18

Orthopädie und Unfallchirurgie up2date Jetzt kostenlos testen!

Thieme Newsletter

Quelle

Orthopädie und Unfallchirurgie up2date
Orthopädie und Unfallchirurgie up2date

EUR [D] 173,00Zur ProduktseiteInkl. gesetzl. MwSt.

Buchtipps

Klinische Tests an Knochen, Gelenken und Muskeln
Reinhard HoffmannKlinische Tests an Knochen, Gelenken und Muskeln

Untersuchungen, Zeichen, Phänomene

EUR [D] 59,99Zum Warenkorb hinzufügenInkl. gesetzl. MwSt.

Orthopädie und Unfallchirurgie essentials
Dieter Christian WirtzOrthopädie und Unfallchirurgie essentials

Intensivkurs zur Weiterbildung

EUR [D] 149,99Zum Warenkorb hinzufügenInkl. gesetzl. MwSt.