• Kniegelenk

    Für die Gonarthrose sind flächige, diffus begrenzte Knorpeldefekte charakteristisch.

     

Degenerative Kniegelenkerkrankungen – Gonarthrose

Die Kniegelenkarthrose oder Gonarthrose ist eine degenerative Erkrankung des Kniegelenks, die durch einen fortschreitenden und irreversiblen Verlust an hyalinem Gelenkknorpel mit Umbau des subchondralen Knochens gekennzeichnet ist. Sie ist die häufigste Erkrankung des Kniegelenks. Ihr Leitsymptom ist der Ruhe- und Belastungsschmerz.

Es existiert bislang kein therapeutisches Verfahren, das die arthrotische Knorpeldegeneration aufhalten oder gar umkehren kann. Daher besteht das primäre Therapieziel in einer Schmerzreduktion. Entsprechende konservative Verfahren umfassen nicht pharmakologische und pharmakologische Ansätze. Zu den nicht pharmakologischen Maßnahmen zählen neben Aufklärung und Beratung der Patienten die Gewichtsreduktion, physikalische Therapie und Hilfsmittelversorgung. Die pharmakologischen Möglichkeiten unterteilen sich in systemische, topische und intraartikuläre Applikationsformen. Die operative Behandlung der Gonarthrose beinhaltet gelenkerhaltende Maßnahmen wie markraumeröffnende Verfahren oder Umstellungsosteotomien sowie gelenkersetzende Operationen wie den endoprothetischen Gelenkersatz und die Arthrodese.

Die Kniegelenkarthritis oder Gonarthritis stellt eine wichtige Differenzialdiagnose der Gonarthrose dar.

Epidemiologie und Ätiologie

Die Gonarthrose ist eine degenerative Gelenkerkrankung, die primär durch den fortschreitenden und irreversiblen Verlust an hyalinem Gelenkknorpel mit Umbau des subchondralen Knochens gekennzeichnet ist. Für die Gonarthrose sind flächige, diffus begrenzte Knorpeldefekte charakteristisch. Pathologische Veränderungen finden sich auch in allen anderen Gelenkstrukturen:

  • in der gelenkübergreifenden Muskulatur,
  • in Bändern,
  • in Menisken,
  • in der Synovialmembran und
  • im neurosensorischen System.

Die Arthrose ist weltweit die häufigste Gelenkerkrankung; etwa 10 % aller Männer und 18 % aller Frauen > 60 Jahre leiden daran. Die Gonarthrose stellt hierbei neben der Koxarthrose die häufigste Lokalisation dar. Eine exakte Definition der Prävalenz der Gonarthrose ist erschwert durch die starke Altersabhängigkeit der Erkrankung sowie die fehlende Korrelation des radiologischen Arthrosegrads mit klinischen Beschwerden: Nur etwa 15 % der Patienten mit einer radiologisch gesicherten Gonarthrose klagen über Beschwerden.

Daten zur Inzidenz der Gonarthrose sind noch unzureichender verfügbar; man schätzt die jährliche Rate der Neuerkrankungen auf ca. 1 % in der Gruppe der über 70-Jährigen.

Die Ursache der primären, idiopathischen Gonarthrose ist unbekannt.       

 

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Aus der Zeitschrift Orthopädie und Unfallchirurgie up2date 2/2016

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